2 Hinrichtungsversuche

Christa Pike: Nun wird plötzlich um ihr Leben gekämpft

Die Hinrichtung von Christa Pike scheiterte. Nun liegt die 50-Jährige in kritischem Zustand im Spital und wird lebensrettend behandelt.
Newsdesk Heute
02.10.2026, 08:11
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Drama um die zum Tode verurteilte Christa Pike: Nach dem gescheiterten Hinrichtungsversuch im US-Bundesstaat Tennessee befindet sich die 50-Jährige laut ihren Anwälten in einem kritischen Zustand.

Pike lebe und werde derzeit im Spital "lebensrettend behandelt", erklärte ihr Anwalt Randy Spivey bei einer Pressekonferenz. Eine genaue Prognose zu ihrem Gesundheitszustand gebe es bisher nicht. Ihre Verteidiger fordern nun Tennessees Gouverneur Bill Lee auf, die Todesstrafe aufzuheben und Pike stattdessen lebenslang hinter Gitter zu lassen.

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Zwei Spritzen verabreicht

Bei der versuchten Hinrichtung waren Pike zwei Spritzen mit dem Wirkstoff Pentobarbital verabreicht worden. In entsprechender Dosierung soll das Mittel einen Atem- und Herzstillstand verursachen.

Doch laut ihren Anwälten kam es während der Hinrichtung zu zahlreichen Problemen. Schwierigkeiten soll es unter anderem beim Legen der Zugänge gegeben haben. Anwalt Spivey erklärte sogar, Pike nach der ersten Verabreichung noch sprechen und singen gehört zu haben.

Kritik an Ablauf der Hinrichtung

Die Verteidiger üben zudem scharfe Kritik an der mangelnden Transparenz während des Hinrichtungsversuchs. Der Vorhang zum Zeugenraum sei längere Zeit geschlossen geblieben. Informationen über Pikes Zustand seien nur mit Verzögerung weitergegeben worden.

Auch über den Einsatz eines Krankenwagens seien die Anwesenden erst viel zu spät informiert worden.

"Grausam und qualvoll"

Die Verteidigung prüft nun weitere rechtliche Schritte. Zunächst soll sich Pike allerdings erholen und anschließend selbst mitentscheiden können, wie ihre Anwälte weiter vorgehen. "Was gestern Abend passiert ist, war nicht nur ineffizient, sondern grausam und qualvoll", erklärte Spivey.

Gouverneur Bill Lee verschob einen möglichen neuerlichen Hinrichtungsversuch bei Pike auf unbestimmte Zeit. Zudem setzte er eine weitere für dieses Jahr geplante Hinrichtung aus und ordnete eine unabhängige Untersuchung der Vorgänge an.

Das bei Pike eingesetzte Pentobarbital wurde bereits in mehreren US-Bundesstaaten für Hinrichtungen verwendet. Allerdings gibt es Bedenken, dass der Wirkstoff unnötige Schmerzen und Leiden verursachen könnte.

red,02.10.2026, 08:11