"Cloud Seeding": Dubai setzt auf Strom gegen die Hitze

Einst Fischerdorf, ist Dubai heute eine Megacity.
Einst Fischerdorf, ist Dubai heute eine Megacity.Jon Gambrell / AP / picturedesk.com
Das Emirat Dubai manipuliert das Wetter, um Temperaturen von bis zu 50 Grad durch Regen zu senken. Wie das klappt, wissen wir. 

Dass es in Dubai heiß werden kann, weiß man. Aber "heiß" ist in diesem Fall noch untertrieben. Denn seit einiger Zeit liegen die Temperaturen im Emirat durchgehend weit über 40 Grad. Um Abkühlung zu schaffen, hilft man jetzt nach.

Jährlich fallen in den Vereinigten Arabischen Emiraten etwa 10 cm Regen pro Jahr. Die Regierung hofft, dass das regelmäßige Zappen von Wolken, um Regen zu erzeugen, dazu beitragen wird, einige der jährlichen Hitzewellen des trockenen Landes zu lindern.

"Cloud Seeding"

Um gegen die sengende Hitzeanzukommen, will Dubai mit einer sogenannten „Cloud-Seeding“-Technologie künstlich Regenfälle erzeugen. Mittels Drohnentechnologie werden elektrische Ladungen in Wolken freigesetzt, damit sie sich verklumpen und Niederschlag bilden. Die Technologie soll die Bildung von großen Regentropfen fördern, so dass am Ende mehr Wasser vom Himmel kommt. Tatsächlich sind große Regentropfen deshalb so wichtig in den Vereinigten Arabischen Emiraten, weil kleinere Tröpfchen oft verdunsten, bevor sie überhaupt auf den Boden treffen.

Um das zu ermöglichen, arbeiten die Vereinigten Arabischen Emirate mit der University of Reading in Großbritannien zusammen. „Der Grundwasserspiegel in den Vereinigten Arabischen Emiraten sinkt drastisch“, sagte Professor Maarten H. P. Ambaum, Meterologe und Professor an der University of Reading gegenüber BBC News. "Und der Zweck davon ist, zu versuchen, bei Regenfällen zu helfen."

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind eines der ersten Länder der Arabischen Golfregion, das die Cloud Seeding-Technologie verwendet. Die Cloud-Seeding-Operationen funktionieren durch bemannte Flugzeuge, die Chemikalien wie Silberjodid in die Wolken feuern, um erhöhten Niederschlag zu verursachen. Bei der neueren Methode versucht man, mit elektrischen Stromstößen die Wassertropfen aufzuladen und zum Verschmelzen zu bringen.

„Wir haben in Großbritannien einige Pilot-Experimente mit den Drohnen durchgeführt, bei denen wir überprüfen konnten, ob die Drohne tatsächlich Ladung in der Umgebung abgeben kann. Wir sind nicht in Wolken geflogen. Es war ein Technologie-Demonstrationsexperiment und wir werten die Ergebnisse immer noch aus“, erklärte Ambaum in der deutschen BILD.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind eines der ersten Länder in der Golfregion, das Cloud Seeding-Technologie einsetzt, teilte das National Center of Meteorology mit. 

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