Übernahmekampf eskaliert

Commerzbank sagt Nein zu UniCredit

Die Führung der Commerzbank rät den Aktionären, das Tauschangebot der italienischen UniCredit abzulehnen. Der Plan birgt erhebliche Risiken.
Newsdesk Heute
21.05.2026, 09:10
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Der Übernahmekrimi um Deutschlands zweitgrößte Privatbank geht in die nächste Runde. Die italienische UniCredit will die Commerzbank schlucken und hat ein Tauschangebot für sämtliche Aktien vorgelegt. Doch in Frankfurt stößt das auf wenig Gegenliebe.

Das Angebot sieht vor, dass Commerzbank-Aktionäre ihre Papiere gegen neue UniCredit-Aktien tauschen können. Die Italiener kontrollieren bereits knapp 30 Prozent der Commerzbank-Anteile und wollen sich nun weitere sichern.

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Wie NTV berichtet, haben Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank nun offiziell Stellung bezogen: "Die UniCredit bietet den Aktionären der Commerzbank keine angemessene Prämie und hat keinen nachvollziehbaren und belastbaren strategischen Plan für einen Zusammenschluss vorgelegt."

Erhebliche Risiken und unrealistische Pläne

Die Frankfurter Bankführung kritisiert den Plan als vage. Er birgt erhebliche Risiken. Die UniCredit, Mutterkonzern der österreichischen Bank Austria, unterschätze Ertragsverluste, überschätze Synergien und rechne mit einer unrealistischen Umsetzungsdauer, heißt es weiter in der Stellungnahme.

Beide Gremien sind überzeugt, dass die eigenständige Umsetzung der jüngsten Strategie mit erhöhten Gewinnzielen mehr Wert für die Aktionäre schaffe. Auch der deutsche Bund, der gut zwölf Prozent der Commerzbank-Anteile hält, beobachtet die Situation genau.

Tausende Jobs stehen auf dem Spiel

Unabhängig vom Übernahmepoker hat die Commerzbank bereits den Abbau von rund 3.000 Stellen angekündigt. Mit ambitionierten Gewinn- und Renditezielen bis 2030 will die Bank ihre Aktionäre von einem eigenständigen Kurs überzeugen.

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