Corona-Fälle sanken auf 2.906, aber viel mehr Tote

Auf den Intensivstationen nähert sich die Belegung der kritischen 600-Betten-Grenze.
Auf den Intensivstationen nähert sich die Belegung der kritischen 600-Betten-Grenze.John Thys / AFP / picturedesk.com
Erstmals seit Tagen stiegen die Corona-Infektionen wieder über 3.000 tägliche Fälle. Am Donnerstag melden die Behörden 2.906 Neuinfektionen, 40 Tote.

Mit 3.101 Neuinfektionen österreichweit schossen die täglichen Neuinfektionen am Mittwoch erstmals seit Ostern wieder über die 3000er-Marke. Mehr als ein Drittel davon wurden mit 1.130 Fälle in Wien gezählt. Weit über 2.400 Personen mussten zudem auf den Normalstationen und 581 auf den Intensivstationen der Spitäler behandelt werden. Zahlen, die im Angesicht eines harten Osterlockdowns im Osten Österreichs besorgniserregend sind.

Am Donnerstag ergibt sich ein ähnliches Bild. Die Gesundheitsbehörden melden 2.906 Corona-Neuinfektionen und 40 Tote. Zum Vergleich: Am Donnerstag der Vorwoche wurden 3.363 Neuinfektionen und 29 Todesfälle gemeldet. Auch weitere Lichtblicke gibt es: Ein Minus von 36 Patienten auf Normalstationen und ein Minus von drei Patienten auf den Intensivstationen. Damit gehen fast alle relevanten Zahlen leicht zurück, allerdings sind die Todeszahlen massiv angewachsen.

Die zusätzlichen Positiv-Befunde verteilen sich wie folgt auf die neun Bundesländer:

➤ Burgenland: 93
➤ Kärnten: 164
➤ Niederösterreich: 365
➤ Oberösterreich: 504
➤ Salzburg: 121
➤ Steiermark: 341
➤ Tirol: 197
➤ Vorarlberg: 98
➤ Wien: 1.023

Bisher gab es in Österreich 568.914 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (8. April 2021, 9:30 Uhr) sind österreichweit 9.586 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 525.682 wieder genesen. Derzeit befinden sich 2.516 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung. Davon werden 578 auf Intensivstationen betreut.

Die Zahlen im zeitlichen Verlauf

Die Zahlen der täglichen Neuinfektionen in Österreich lagen in der Osterwoche konstant knapp über 3.000 Fälle. Am Montag wurden mit 3.076 neuen Fällen so viele wie noch an keinem Montag zuvor im heurigen Jahr registriert. Auch am Dienstag wurde die Dreitausender-Marke knapp überschritten, 3.001 neue Fälle kamen hinzu. Am Mittwoch meldeten die Behörden 3.687 neue bestätigte Corona-Fälle, am Donnerstag 3.363 neue Fälle und am Freitag 3.137 neue Fälle. Am Karsamstag meldete die Gesundheitsbehörde 3.283 Corona-Neuinfektionen und 37 Todesfälle.

Am Ostersonntag gab es 2.743 Neuinfektionen und 15 Tote. Am Dienstag meldeten die Gesundheitsbehörden dann 1.935 Infektionen und 35 Tote, ein Tiefstwert seit Tagen. Aber: Wieder 14 neue Patienten auf den Intensivstationen, 69 neue Fälle auf den Normalstationen. Am Mittwoch dann erstmals wieder eine Corona-Meldung fast unter "Normalbedingungen", also ohne Feiertage, dafür aber weiter auch ohne Schultestungen. Die Gesundheitsbehörden meldeten 3.101 Neuinfektionen und 29 Tote.

Osterlockdown hält im Osten noch an

Seit 1. April gilt in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland der Oster-Lockdown. Bei diesen drei Bundesländern dürfte es zumindest bis auf Weiteres auch bleiben. Die Leiter der Intensivmedizin der Länder haben der Regierung die Situation auf ihren Stationen geschildert. Diese ist unterschiedlich, prekär ist die Lage nur im Osten. Die Regierung will deshalb weiterhin auf regionale Maßnahmen setzen, mehr Geld soll es für das Medizin-Personal geben. Die Ostregion verlängerte daraufhin den Osterlockdown bis 18. April.

"Die Intensivstationen drohen immer mehr überlastet zu werden, die Infektionszahlen steigen. Es ist unsere Verantwortung, dass jede/r, die/der ein Intensivbett braucht, auch eines bekommt", so Vizekanzler Werner Kogler. "Darum geht's." Und er mahnt uns alle zur Mitarbeit und zum Zusammenhalt. "Deswegen: Bitte halten Sie sich an die Regeln, nutzen Sie das Testangebot und melden Sie sich zur Impfung an."

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