"Ganz viele glückliche Zufälle", sagt Benjamin Gedeon (19) alias Cosmó, hätten ihn dorthin gebracht, wo er am 20. Februar steht: auf der Bühne des österreichischen ESC-Vorentscheids "Vienna Calling". Unterstützt wird er dabei von seinem Wegbegleiter Sandro Humitsch, der ihm sowohl auf der Bühne als auch organisatorisch hinter den Kulissen zur Seite steht.
Mit seinem Song "Tanzschein" will Cosmó die ESC-Bühne zum größten Club der Welt machen. Die Idee dazu kam nach einer enttäuschenden ersten Party-Nacht im Wiener Nachtleben: "Was wäre, wenn ein Türsteher nach einem Tanzschein fragt und die nur Leute reinlässt, wenn sie tanzen wollen," so Cosmó. "Tanzen" steht dabei für mehr als Bewegung – nämlich für Lebensfreude, und vor allem, Respekt vor anderen.
Ein ausschlaggebender Grund, wieso er für Österreich antreten sollte, ist für ihn die Sprache: "Ich finde es super, wenn ein Land in seiner eigenen Sprache vertreten wird," erzählt er im "Heute"-Talk. Dass ein deutscher Song bei einem internationalen Bewerb Kommunikationsschwierigkeiten mit sich bringen kann, ist ihm bewusst – aber kein Hindernis: "Tanzen ist international und wir wollen ganz Europa zum Tanzen bringen." Beim ESC, der "größten Party der Welt", braucht es laut dem Burgenländer vor allem eines: "Einen Partysong – da muss man richtig abfeiern und das können wir garantieren."
Vor der Konkurrenz hat er Respekt, denn "da haben auf jeden Fall auch viele mehr Erfahrung als ich," so der 19-Jährige. Er ist der jüngste ESC-Anwärter bei "Vienna Calling", aber er lässt sich nicht einschüchtern und will sein eigenes Ding durchziehen. "Ich konzentriere mich auf eine geile Performance, das ist für mich immer das Ziel."
Druck verspürt er dennoch, denn es ist keine leichte Aufgabe "den Songs von Österreich aus den letzten Jahren gerecht zu werden. Auch von JJ mit dieser unglaublichen Stimme, also da werde ich auch gar nicht probieren, so zu singen oder so eine Stimme zu haben. Ich werde das Ganze auf meine Art und Weise machen," erklärt der Sänger.
Wenn Cosmó das ESC-Ticket bekommt, ist für ihn auch schon klar, was nach dem Mega-Event kommt, denn er hat keine Zeit zu verlieren: "Am 17. Mai würde ich meinen Produzenten anrufen und sagen: 'He, gemma ins Studio, wir haben was zu tun.'"