Es begann mit einer einfachen Anfrage – und jetzt steht die Tirolerin Lena Schaur kurz vor der größten Musikbühne der Welt. Mit ihrem Song "Painted Reality" hat die Sängerin den Sprung unter die letzten zwölf Bewerber für den Eurovision Song Contest im Mai geschafft. Am 20. Februar entscheidet sich beim nationalen Vorentscheid "Vienna Calling", ob sie Österreich in Wien vertreten darf.
Als sich ESC-Scout Eberhard Forcher bei der Sängerin meldete, musste sie nicht lange überlegen. Getrieben von einem ESC-Traum, welcher auch von ihrem ESC-Kindheitsidol Lena Meyer-Landrut inspiriert wurde, und gebrandmarkt von einer Welt geprägt von Perfektionismus und Selbstdarstellung, entstand "Painted Reality". "Es geht darum, immer perfekt sein zu wollen, anderen gefallen zu wollen," erzählt Lena im Gespräch mit "Heute".
Die Konkurrenz im Vorentscheid ist groß, aber Lena bleibt entspannt: "Ich glaube, man vergleicht sich automatisch, aber ich sehe das eher als Motivation, man kann von jedem was lernen." Ganz besonders ist für die junge Tirolerin die Vielfalt unter den Bewerbern: "Jeder ist anders und genau das finde ich so cool."
Dennoch ist sie sich bewusst, womit sie in dieser Gruppe an talentierten Musikern heraussticht: "Was mich besonders macht und auch meine Musik besonders macht ist, dass es ehrlich ist, dass es authentisch ist, es basiert immer auf echten Geschichten." Stilistisch setzt sie auf eine Mischung aus Soul und Blues. "Es ist vielleicht nicht ganz kommerziell", erzählt sie, doch genau das hebt sie von der Menge ab.
Sollte sie im Mai auf der großen ESC-Bühne stehen, hat sie große Pläne: "Eine Doppelsieg-Premiere wäre schon cool." Für ihren Auftritt hat sie jedenfalls schon klare Vorstellungen: "Ich hätte gern das Live-Band-Feeling auf der Bühne, weil das genau das ist, was ich auch mit meiner Musik präsentieren will."
Einen möglichen "ESC-Stempel" fürchtet die Sängerin nicht. Im Gegenteil, sie sieht im Bewerb eine große Chance: "Wenn man das richtig nutzt, kann das ein riesiges Sprungbrett sein." Ob dieser Traum in Erfüllung geht, entscheidet sich am 20. Februar beim nationalen Vorentscheid. Ab 13. Februar können sich ESC-Fans bereits mit "Painted Reality" einstimmen.