Arbeitsmarkt unter Druck

"Dann sind sie plötzlich alt": AMS-Chef mahnt Betriebe

Rund 370.000 Österreicher sind zurzeit auf Jobsuche. Auch AMS-Vorstand Johannes Kopf hätte mit so einem Anstieg nicht gerechnet. Er warnt.
Newsdesk Heute
13.07.2026, 13:15
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Eigentlich war Österreich auf einem guten Weg, die Arbeitslosigkeit wieder zu mindern. Doch seit Beginn des Iran-Kriegs wurden die Firmen wieder vorsichtiger bei der Mitarbeiterwahl. Die Folge ist ein schwächeres Wirtschaftswachstum – welches sich auch am Arbeitsmarkt bemerkbar macht.

Die hohen Verschuldungen des Staates führen zu strengen Sparmaßnahmen. Zurzeit sei es aber ökonomisch viel sinnvoller, "aus der Krise raus" zu investieren, so Kopf.

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Unternehmen investieren nicht in Lehrlinge

Vielen österreichischen Betrieben ist es vom Budget her kaum noch möglich, neue Lehrlinge aufzunehmen. In Wien zum Beispiel kommen 5 Lehrstellensuchende auf einen Ausbildungsplatz. Lehrstellen sind aber enorm wichtig, vor allem für Jugendliche die "nur" einen Pflichtabschluss vorweisen können.

Herausforderungen für Frauen & Ältere

Laut dem ORF, waren im Juni fast sechs Prozent mehr Frauen arbeitslos als im Vorjahr Der Handel ist davon besonders betroffen. Ältere haben es besonders schwer, da jetzt mehr Frauen aufgrund des hohen Pensionsantrittsalters zur Verfügung stehen. Dadurch sieht man deutlich: Frauen die zurzeit keine Arbeit haben oder je hatten, kommen mit dem Alter auch nicht mehr in den Arbeitsmarkt.

Aber nicht nur Frauen sind davon betroffen. Ab dem 50. Lebensjahr werden erfahrende Arbeitnehmer oft mit Klischees konfrontiert: "Dann sind sie plötzlich alt." Zuerst werden sie Jahrzehnte lang geschätzt und auf einmal gelten sie als alt und "teurer" als Jüngere. Laut dem AMS-Chef sollte sich die Situation allerdings wieder bessern: "Weil wir alle älter werden und die Betriebe nicht genügend junge Arbeitskräfte mehr finden werden."

Pflegenotstand gefährdet Versorgung

Es gibt aber natürlich auch immer noch Branchen in denen laufend Personal gesucht wird. Ganz vorne dabei sind Gesundheits- und Krankenpfleger. Teilweise müssen ganze Stationen in Pflegewohnhäusern geschlossen werden, da sie wegen Personalmangel keine ausreichende Qualität vorweisen können.

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