Wurst, Käse, Fleisch: Die Frischetheke ist für viele Kunden mehr als nur ein Bereich im Supermarkt. Laut einer neuen Studie sehen 83 Prozent der Befragten die Bedientheke als zentral für das wahrgenommene Qualitäts- und Frischeniveau einer Einkaufsstätte.
Auch für das Vertrauen in den Markt und den Gesamteindruck des Sortiments spielen Frischetheken eine große Rolle: 81 Prozent halten sie für wichtig beim Sortimentsbild, 78 Prozent für das Vertrauen in den Markt.
Die YouGov-Studie "Frische im LEH – der Thekenkompass" zeigt aber auch einen Wandel, wie es bei CHIP unter Berufung auf die "Lebensmittel Zeitung" heißt. Typische Thekenkunden sind häufiger älter, leben in kleineren Haushalten, haben höhere Einkommen und achten stärker auf Qualität statt auf den Preis.
Die Käuferzahlen sind laut YouGov Shopper Panel seit 2022 um 2,5 Prozent gesunken, die Zahl der Einkaufstrips ging um 1,6 Prozent zurück.
Gleichzeitig gewinnen Frischetheken aber als gezielter Anlass an Bedeutung – etwa für geplante Mahlzeiten, Besuche oder besondere Einkäufe. Sie werden also weniger zum Standard, dafür stärker zum Qualitäts- und Inspirationsmodul.
Für Frischetheken ist das relevant, weil der Fleischverzehr in Deutschland 2025 wieder gestiegen ist. Nach Berechnungen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft lag er bei 54,9 Kilogramm pro Person – das sind 1,4 Kilogramm mehr als im Vorjahr.
Besonders stark wuchs Geflügelfleisch mit 14,7 Kilogramm pro Kopf und einem Anteil von knapp 27 Prozent am Gesamtverbrauch. Wichtigste Fleischart bleibt Schweinefleisch mit 28,3 Kilogramm pro Person. Auch Rind- und Kalbfleisch legten leicht auf 9,7 Kilogramm pro Kopf zu.