NEOS-Abgeordnete knallhart

"Das ist die FPÖ" – Geschenk-Eklat im Parlament

Am Donnerstag diskutierte das Parlament über die Existenzen von Farmwildbetrieben. Eine NEOS-Politikerin nutzte die Rede für scharfe Kritik an FPÖ.
15.10.2026, 13:14
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Großer Showdown im Parlament: Am Donnerstagnachmittag will die FPÖ die gesamte Bundesregierung per Misstrauensantrag stürzen. "Das Experiment dieser Verlierer-Koalition auf dem Rücken unserer Republik ist krachend gescheitert und muss sofort beendet werden", hatte FPÖ-Parteichef Herbert Kickl schon im Vorfeld gesagt.

Farm-Debatte im Parlament

Zuvor hatte das Parlament über die Zukunft heimischer Farmwildbetriebe diskutiert. Hintergrund ist die Einstufung des Sikawilds als invasive Art durch die EU. Ein damit verbundenes Haltungsverbot könnte laut FPÖ mehr als 200 österreichische Betriebe in ihrer Existenz gefährden und das Ende einer über 100 Jahre alten Zuchttradition bedeuten. Die Freiheitlichen forderten deshalb eine Ausnahmeregelung, damit die Tiere weiterhin kontrolliert in landwirtschaftlichen Gehegen gehalten werden dürfen.

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NEOS-Politikerin rechnet ab

Die eigentlich kurze Debatte mit nur vier Rednern nahm allerdings schnell eine hitzige Wendung. NEOS-Abgeordnete Lisa Aldali nutzte ihre Rede, um gegen die FPÖ und deren angekündigten Misstrauensantrag auszuteilen. Dabei konnte sie sich auch einen Seitenhieb auf die Haltung der Freiheitlichen zum Sikawild nicht verkneifen: "Das Sikawild stammt aus Asien. Es ist bewundernswert, dass die FPÖ im Tierreich auf einmal die beste Freundin von den Zugewanderten ist."

Doch damit nicht genug. "Die FPÖ ist von der Verantwortung davongelaufen. Wer vor dem Regieren davonläuft, soll anderen nicht erklären, wer verloren hat", feuerte Aldali weiter. Auch FPÖ-Chef Herbert Kickl bekam sein Fett weg. Er war während der Debatte nicht im Plenarsaal anwesend.

Geschenk-Eklat im Hohen Haus

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte ein blau verpacktes Geschenk, das während Aldalis Rede auf dem Rednerpult lag. Schließlich erklärte sie, was es damit auf sich hatte: "Jetzt zu meinem Mitbringsel. Das ist die FPÖ: Schönes Mascherl, Heimat draufgeschrieben und innen ... nix! Kein Plan, kein Mut, keine Verantwortung.“ Ihr Fazit: "Sehr geehrte Damen und Herren: Das nennt man heiße Luft."

Aldali kündigte an, sowohl den Sikawild-Antrag als auch den Misstrauensantrag der FPÖ abzulehnen. "Misstrauen von Arbeitsverweigerern ist nichts wert!", donnerte sie in Richtung der Freiheitlichen. Zum Abschluss ihrer Rede marschierte die NEOS-Abgeordnete zur FPÖ-Bank und stellte dort ihr Geschenk ab. Lange blieb es allerdings nicht liegen: FPÖ-Klubobmann-Stellvertreterin Dagmar Belakowitsch nahm das Paket nur wenige Sekunden später mit und entsorgte es.

nico, 15.10.2026, 13:14
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