Ein Schuss Olivenöl ins kochende Wasser – für viele gehört dieser Handgriff zum Nudelkochen einfach dazu. Schließlich soll das Fett verhindern, dass Spaghetti, Penne und Co. zu einem klebrigen Klumpen werden.
Doch wer seine Pasta möglichst gut mit der Sauce verbinden will, sollte auf diesen Küchen-Trick besser verzichten.
Der Grund ist simpel: Öl und Wasser vermischen sich beim Kochen nicht. Weil Öl leichter ist, schwimmt es oben auf. Die Nudeln im Topf kommen daher kaum mit dem Fett in Kontakt. Beim Abgießen sieht die Sache anders aus. Das Öl kann sich auf die gekochte Pasta legen – und genau hier beginnt das Problem.
Der Fettfilm kann zwar dazu beitragen, dass die Nudeln weniger aneinanderhaften. Gleichzeitig macht er ihre Oberfläche aber weniger aufnahmefähig.
Für Fans von cremiger Pasta ist das keine gute Nachricht. Ob Paradeisersauce, Carbonara oder würzige Arrabbiata: Eine Sauce soll sich möglichst gut mit den Nudeln verbinden. Liegt jedoch ein Ölfilm auf der Oberfläche, haftet die Sauce schlechter. Statt sich schön um die Pasta zu legen, kann sie leichter abrutschen.
Damit die Nudeln auch ohne Öl nicht zusammenkleben, ist vor allem die Größe des Topfes entscheidend. Als Orientierung gilt: Rund ein Liter Wasser sollte für 100 Gramm Nudeln zur Verfügung stehen.
Noch wichtiger ist regelmäßiges Umrühren. Gerade in den ersten Minuten können die Nudeln aneinander oder am Topfboden haften. Wer sie immer wieder durchmischt, kann das deutlich reduzieren.
Und noch ein verbreiteter Trick ist nicht ideal: Pasta nach dem Kochen mit kaltem Wasser abzuschrecken. Dadurch wird zwar Stärke entfernt – genau diese Stärke hilft aber dabei, dass sich die Sauce später besser mit den Nudeln verbindet.