Gestern noch perfekt al dente, heute ein kalter, zusammengeklebter Klumpen im Kühlschrank: Übrig gebliebene Pasta sieht am nächsten Tag häufig wenig verlockend aus. Wegwerfen muss man sie deshalb aber noch lange nicht.
Für eine einzelne Portion ist die Mikrowelle wohl die bequemste Lösung. Einfach hineinstellen und auf Start drücken, ist allerdings nicht ideal: Die Pasta kann dabei schnell trocken und stellenweise ungleichmäßig heiß werden.
Besser: Die Nudeln in ein mikrowellengeeignetes Gefäß geben und etwas Sauce oder einen kleinen Schuss Wasser hinzufügen. Anschließend abdecken und zunächst in kurzen Intervallen bei mittlerer Leistung erhitzen. Zwischendurch umrühren und prüfen, ob alles gleichmäßig heiß ist. Besonders Pasta mit Sauce profitiert von der zusätzlichen Feuchtigkeit.
Sind die Nudeln noch nicht mit Sauce vermischt, gibt es einen verblüffend einfachen Trick. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, die Pasta in ein hitzebeständiges Sieb geben und für etwa 30 Sekunden ins heiße Wasser halten. Bei Bedarf kann die Prozedur noch einmal kurz wiederholt werden. Die Hitze wärmt die Pasta auf, während das Wasser zusammengeklebte Nudeln wieder voneinander löst.
Besonders bei Spaghetti, die über Nacht gerne zu einem kompakten Knäuel werden, ist diese Methode praktisch. Alternativ kann die Pasta in einer Schüssel kurz mit sehr heißem Wasser übergossen und anschließend wieder abgegossen werden.
Wer seine Nudeln lieber etwas kräftiger und stellenweise sogar leicht angebraten mag, greift zur Pfanne. Etwas Öl hineingeben, auf mittlere Temperatur erhitzen und anschließend die Pasta hinzufügen.
Unter regelmäßigem Wenden sind die Nudeln nach wenigen Minuten wieder heiß. Bei sehr trockenen Resten kann ein kleiner Schuss Wasser oder etwas Sauce helfen. So entsteht Dampf und die Pasta trocknet beim Erwärmen nicht zusätzlich aus. Der Vorteil dieser Variante: Statt labbrig zu werden, kann die Pasta sogar leicht knusprige Stellen bekommen.
Bei größeren Mengen lohnt sich dagegen der Backofen. Vor allem bereits mit Sauce vermischte Pasta lässt sich darin gleichmäßig erwärmen. Dafür die Reste in eine geeignete Auflaufform geben und abdecken, damit möglichst wenig Feuchtigkeit entweicht. Bei etwa 180 Grad Umluft erwärmen, bis das Gericht vollständig durchgeheizt ist. Je nach Menge kann das ungefähr 20 Minuten dauern.
Ist die Sauce über Nacht stark eingedickt, hilft auch hier ein wenig zusätzliche Flüssigkeit. Bei Tomatensauce eignet sich beispielsweise ein kleiner Schuss Wasser.
Damit die Pasta am nächsten Tag überhaupt noch ein Genuss wird, sollte sie nach dem Essen nicht stundenlang bei Raumtemperatur herumstehen. Reste möglichst rasch abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und zeitnah verbrauchen.
Beim erneuten Erwärmen sollte die Pasta vollständig durcherhitzt werden. Riecht sie ungewöhnlich, sieht auffällig aus oder wurde sie längere Zeit ungekühlt stehen gelassen, gilt dagegen: Im Zweifel lieber entsorgen.