Ein paar Tomaten, Gurken, Oliven – und mittendrin ein ordentliches Stück Feta. Kaum ein Käse schmeckt so sehr nach Sommerurlaub in Griechenland. Doch der würzige Klassiker kann mehr, als Salat und Ofengemüse aufzuwerten. Feta liefert Eiweiß, Kalzium und weitere wichtige Nährstoffe. Wer ihn in Maßen genießt, bekommt also nicht nur mediterranes Urlaubsgefühl auf den Teller. Diese fünf Gründe sprechen dafür, öfter zu Feta zu greifen.
Muskeln brauchen Protein – und davon bringt Feta einiges mit. Als tierisches Lebensmittel liefert er hochwertiges Eiweiß mit essenziellen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann.
Damit kann der Käse zu einer ausreichenden Proteinversorgung beitragen und lässt sich unkompliziert in verschiedenste Mahlzeiten einbauen. Ein paar Würfel über den Salat, zerbröselt auf Ofengemüse oder zusammen mit Hülsenfrüchten – schon bekommt das Gericht eine zusätzliche Portion Eiweiß.
Auch beim Kalzium kann Feta punkten. Der Mineralstoff wird für den Erhalt normaler Knochen und Zähne benötigt und spielt außerdem bei der Muskelfunktion eine Rolle. Zusätzlich enthält der Käse Phosphor, der ebenfalls für Knochen und Zähne wichtig ist. Feta ist damit eine von vielen Möglichkeiten, diese Mineralstoffe über die tägliche Ernährung aufzunehmen.
Bei der traditionellen Käseherstellung spielen Milchsäurebakterien eine entscheidende Rolle. Je nach Herstellung und Produkt können auch im fertigen Feta noch lebende Kulturen vorkommen.
Fermentierte Lebensmittel werden seit Jahren intensiv hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf das Darmmikrobiom untersucht. Feta sollte deshalb zwar nicht vorschnell zum "Darm-Wundermittel" erklärt werden, als fermentiertes Lebensmittel bringt er aber eine interessante Eigenschaft mit.
Wer Milch nicht besonders gut verträgt, muss Käse nicht zwangsläufig komplett vom Speiseplan streichen. Während der Käseherstellung und Reifung wird ein Teil der ursprünglich enthaltenen Laktose abgebaut beziehungsweise mit der Molke entfernt. Feta enthält deshalb vergleichsweise wenig Milchzucker. Menschen mit einer ausgeprägten Laktoseintoleranz sollten dennoch individuell prüfen, welche Menge sie vertragen – völlig laktosefrei ist klassischer Feta nicht automatisch.
Eiweiß und Kalzium sind längst nicht alles. Feta liefert unter anderem Vitamin B12, Vitamin A, Phosphor und Zink. Vitamin B12 trägt beispielsweise zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zur Bildung roter Blutkörperchen bei. Ein weiterer Vorteil liegt in seiner intensiven Würze: Oft reichen bereits kleinere Mengen aus, um Salate, Bowls oder Gemüse geschmacklich kräftig aufzuwerten.
So gesund einzelne Inhaltsstoffe auch sind: Feta ist kein Lebensmittel, das unbegrenzt auf den Teller gehört. Der Käse reift in Salzlake und kann deshalb eine beachtliche Menge Salz enthalten. Gerade wer seinen Salzkonsum reduzieren soll oder unter Bluthochdruck leidet, sollte die Portionsgröße im Auge behalten.
Auch beim Fett und damit bei den Kalorien ist Feta nicht gerade zurückhaltend. Entscheidend bleibt deshalb die Menge und die gesamte Ernährung.
Übrigens ist nicht jeder weiße Käse automatisch Feta. Die Bezeichnung ist in der EU geschützt: Echter Feta stammt aus bestimmten Regionen Griechenlands und wird aus Schafsmilch oder einer Mischung aus Schafs- und bis zu einem gewissen Anteil Ziegenmilch hergestellt.