Neue Studie zeigt

Wer so spät frühstückt, könnte Lebenszeit verschenken

Frühstück erst zu Mittag? Eine große Studie zeigt: Wer zu spät zur ersten Mahlzeit greift, könnte Nachteile haben.
Heute Life
26.08.2026, 06:45
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Der Wecker klingelt, doch der Magen bleibt still. Der erste Kaffee reicht, gegessen wird irgendwann später – bei manchen erst zu Mittag. Genau diese Gewohnheit könnte laut einer großen Untersuchung zumindest statistisch mit einer kürzeren Lebenserwartung zusammenhängen.

Mehr als 31.000 Menschen untersucht

Ein Forschungsteam der Huazhong University of Science and Technology in China wertete Daten von mehr als 31.000 US-Amerikanern ab 40 Jahren aus. Grundlage war die große US-Gesundheitserhebung National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) aus den Jahren 1999 bis 2018.

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Im Fokus standen die täglichen Essenszeiten der Teilnehmer. Während einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 8,6 Jahren wurden insgesamt 7.129 Todesfälle registriert. Anschließend untersuchten die Wissenschafter, ob sich statistische Zusammenhänge mit dem Zeitpunkt der Mahlzeiten erkennen ließen.

Frühstück nach 12 Uhr fällt besonders auf

Dabei zeigte sich ein auffälliges Muster: Menschen, die ihre erste Mahlzeit erst nach 12 Uhr zu sich nahmen, hatten ein um 29 Prozent höheres relatives Sterberisiko als jene, die zwischen 7 und 8 Uhr frühstückten.

Doch schon einige Stunden Unterschied gingen mit höheren Werten einher. Wer zwischen 8 und 10 Uhr frühstückte, hatte demnach ein rund zehn Prozent höheres relatives Sterberisiko als die Vergleichsgruppe. Besonders drastisch klingt eine weitere Berechnung der Forscher: Bei Personen, die erst nach Mittag frühstückten, lag die geschätzte Lebenserwartung durchschnittlich 2,46 Jahre niedriger.

Auch spätes Abendessen könnte eine Rolle spielen

Der Blick auf die letzte Mahlzeit des Tages lieferte ebenfalls Unterschiede. Wer nach Mitternacht noch zu Abend aß, wies in der Analyse ein um 27 Prozent höheres relatives Sterberisiko auf. Allerdings bedeutet früher nicht automatisch besser. Auch ein Abendessen vor 19 Uhr war mit einem um 13 Prozent höheren Risiko verbunden. Die Ergebnisse sprechen somit nicht für eine simple Regel wie "Je früher, desto gesünder".

Vielmehr könnte der Zeitpunkt der Mahlzeiten mit dem körpereigenen Tag-Nacht-Rhythmus zusammenspielen. Ob genau dieser Mechanismus die beobachteten Unterschiede erklärt, lässt sich aus den Daten allerdings nicht ableiten.

Spätes Frühstück macht nicht automatisch krank

Die Wissenschafter betonen jedoch: Als Beobachtungsstudie kann die Analyse nicht beweisen, dass spätes Essen selbst die höhere Sterblichkeit verursacht. Menschen mit unterschiedlichen Essenszeiten können sich auch in Gesundheit, Schlaf oder anderen Lebensgewohnheiten unterscheiden.

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