Rigide Vorkehrungen

Kanzler-Tour: Teilnehmer von Staatsschutz durchleuchtet

Strenge Sicherheitsvorkehrungen bei der Sommertour des Kanzlers: Alle 200 Teilnehmer pro Stopp müssen sich einem Sicherheits-Check stellen.
Newsdesk Heute
07.07.2026, 16:30
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Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) sucht im Sommer den direkten Austausch mit der Bevölkerung. Unter dem Titel "Österreich im Gespräch mit Bundeskanzler Christian Stocker" tourt der Regierungschef durch alle neun Bundesländer und will sich dabei den Fragen der Österreicher stellen.

Der Auftakt erfolgt am 16. Juli in Tulln, die letzte Station ist Ende August in Linz. Die Bundeshauptstadt Wien steht am 28. Juli am Programm.

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Kanzler: "Direkt bei den Menschen sein"

Mit der Veranstaltungsreihe will Stocker nach eigenen Worten Politik wieder näher zu den Menschen bringen. "Ich glaube, dass man ein Land nur dann wirklich gestalten kann, wenn man draußen direkt bei den Menschen ist. Denn was die Menschen wirklich beschäftigt, erfährt man nicht im Konferenzsaal, sondern im direkten Gespräch", sagt der Bundeskanzler.

Er wolle den Sommer nützen, "um im ganzen Land unterwegs zu sein und darüber zu sprechen, was die Österreicherinnen und Österreicher bewegt. Ich freue mich auf ehrliche und direkte Gespräche."

Video: Stocker im Talk

Wie "Heute" nun erfuhr, werden sämtliche Teilnehmer vorab vom Staatsschutz DSN durchleuchtet. Auf Anfrage hält ein Sprecher fest, dass die Sicherheitsempfehlungen der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) sehr ernst genommen und umgesetzt wurden, "um den bestmöglichen Schutz aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu gewährleisten".

200 Teilnehmer pro Termin

Bei jedem Termin können bis zu 200 Personen teilnehmen. Die Plätze werden allerdings nicht nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" vergeben. Stattdessen erfolgt die Auswahl mit wissenschaftlicher Begleitung des Meinungsforschers Peter Hajek, um einen möglichst repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung abzubilden. Bei der Anmeldung werden unter anderem Alter, Geschlecht, Bildung und Bundesland abgefragt. Auch auf einer Links-Rechts-Skala sollen sich Interessierte verorten.

Sie erteilen mit der Anmeldung auch die Zustimmung zu einer von den Veranstaltern vorgesehenen Sicherheitsabfrage.

Kanzler-Sprecher: "Internationaler Standard"

Ein Sprecher des Kanzlers betont auf Anfrage: "Dieses Vorgehen entspricht internationalen Standardmaßnahmen bei Veranstaltungen dieser Art sowie den geltenden Sicherheitsstandards."

Kritiker bemängeln das Auswahlverfahren und werfen dem Kanzler vor, sich einem vorab ausgewählten Publikum zu stellen. Das Bundeskanzleramt betont indes, dass gerade die repräsentative Auswahl einen möglichst breiten und fairen Querschnitt der Bevölkerung sicherstellen soll.

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