Das sind die Gewinner des "Heute For Future"-Award

"Heute" belohnt die besten Klimaschutzprojekte des Landes mit Preisen im Wert von 100.000 Euro. Im Palmenhaus wurden nun die Gewinner gekürt.

Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte: Im September des Vorjahres startete "Heute" ein eigenes Klima-Ressort – "Heute For Future". Um zu unterstreichen, wie wichtig Umwelt- und Klimaschutz im Alltag sind, wurde bereits kurz darauf der Heute For Future-Award initiiert. Über 350 motivierte Leser, Gemeinden, Städte und Unternehmen sind diesem Aufruf gefolgt und haben beeindruckende Projekte eingereicht. Herausgeberin Eva Dichand: "Umweltschutz, Nachhaltigkeit und ein gesünderes Leben bilden einen neuen starken Schwerpunkt in der Blattlinie von 'Heute'."

Das sind die Preisträger 2022

Da das drängendste Thema unserer Zeit nur gemeinsam gemeistert werden kann, holte sich "Heute" starke Partner aus Wissenschaft, Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft sowie dem öffentlichen Leben an Bord. Ziel: die besten und klügsten Ideen und Projekte zum Thema Klimaschutz zu sammeln und auszuzeichnen. Mittwochabend war es im Palmenhaus im Wiener Burggarten so weit. Das sind die Preisträger des Jahres 2022:

HINTERGRUND: Diese hochkarätige Jury kürte die Preisträger >>

!Gemeinde & Städte

1. Platz – Solarer Platz Teesdorf

In der niederösterreichischen Gemeinde Teesdorf wurde auf einer Fläche von 100 m² der erste solare Parkplatz errichtet. Der Parkplatz wird kaum genutzt, deshalb wurden hier statt dem üblichen Straßenbelag spezielle Photovoltaikmodule verlegt - sie sind auch Lkw-befahrbar. Der Preis wurde von Gemeindebundpräsident Ing. Mag. Alfred Riedl überreicht. Weitere Infos

 Solarer Platz Teesdorf: 1. Platz im Themenfeld Gemeinden & Städte.
Solarer Platz Teesdorf: 1. Platz im Themenfeld Gemeinden & Städte.Heute

2. Platz – Nachhaltiges Ollersdorf

Ollersdorf im Burgenland setzt auf regional produzierte erneuerbare Energie. Durch fünf Bürgerbeteiligungsmodelle entstanden mehr als 50 Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden, Unternehmen, Vereinsgebäuden und privaten Gebäuden. Auch die Wallfahrtskirche wird mit Photovoltaik-Strom versorgt. Der Preis wurde von Gemeindebundpräsident Ing. Mag. Alfred Riedl überreicht. Weitere Infos

Nachhaltiges Ollersdorf: 2. Platz im Themenfeld Gemeinden & Städte.
Nachhaltiges Ollersdorf: 2. Platz im Themenfeld Gemeinden & Städte.Heute

3. Platz – GrazLog - Innovative GRAZer LOGistik-Optimierung

In der Grazer Innenstadt ist der Zustellverkehr zu Zeiten der Ladetätigkeit häufig so dicht, dass es Verkehrsbehinderungen und Parkplatzmangel gibt. Mit GrazLog wird der Warentransport in der Innenstadt flexibler – mittels E-Fahrzeugen und E-Lastenrädern umweltfreundlicher und günstiger. Der Preis wurde von Gemeindebundpräsident Ing. Mag. Alfred Riedl überreicht. Weitere Infos

GrazLog: 3. Platz im Themenfeld Gemeinden & Städte.
GrazLog: 3. Platz im Themenfeld Gemeinden & Städte.Heute

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!Zivilgesellschaft 

1. Platz – Platz Für Wien

Zwei Drittel des Straßenraums in Wien stehen dem Autoverkehr zur Verfügung, obwohl nur ein Drittel der Einwohner ein Auto besitzt. Die zivilgesellschaftliche Initiative "Platz für Wien" will eine Verkehrs- und Lebensraumkorrektur, setzt sich für mehr Grünflächen, Radwege, Tempobeschränkungen, Baumbepflanzungen und Vieles mehr ein. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler überreichte die Preise in der Kategorie Zivilgesellschaft. Weitere Infos

Platz für Wien: 1. Platz im Themenfeld Zivilgesellschaft.
Platz für Wien: 1. Platz im Themenfeld Zivilgesellschaft.Heute

2. Platz – Robin Foods

In Österreich werden jährlich Lebensmittel im Wert von 1,4 Milliarden Euro vernichtet. Die Heldinnen und Helden von "Robin Foods" retten einen Teil davon vor der Vernichtung. Die Aktivisten holen genießbare Ware aus den Mistkübeln der Supermärkte, verkochen und verteilen sie. In der Kategorie Zivilgesellschaft überreichte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler die Preise. Weitere Infos

Robin Foods: 2. Platz im Themenfeld Zivilgesellschaft.
Robin Foods: 2. Platz im Themenfeld Zivilgesellschaft.Heute

3. Platz – passathon - RACE FOR FUTURE

Bei "passathon 2022 - Race for Future" kann seit April und noch bis Oktober klimafitte Architektur in ganz Österreich per Rad erkundet werden. Die "Österreich radelt"-App installieren und für den "passathon" registrieren, dann können die "Leuchtturmprojekte" besucht werden: 608 klimaschonende Gebäude in 225 Gemeinden. Der Preis wurde von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler überreicht. Weitere Infos

passathon - RACE FOR FUTURE: 3. Platz im Themenfeld Zivilgesellschaft.
passathon - RACE FOR FUTURE: 3. Platz im Themenfeld Zivilgesellschaft.Heute

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!Unternehmen

1. Platz – neoom KLUUB

Das Freistädter Unternehmen neoom in Oberösterreich hat die App KLUUB entwickelt. Diese vernetzt Stromverbraucher und Stromproduzenten von Energiegemeinschaften miteinander. Die Mitglieder einer Energiegemeinschaft können untereinander Strom teilen, ohne dass ein Energieversorger mitverdient. Da wesentliche Gebühren wegfallen, werde Strom für Verbraucher günstiger, für Stromproduzenten bleibe gleichzeitig mehr übrig. Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Harald Mahrer, überreichte den Preis an neoom. Weitere Infos

Spezialpreis für neoom KLUUB: Neues Gesicht der #schaffenwir-Kampagne!

neoom KLUUB kann sich darüber hinaus über einen weiteren Spezialpreis freuen, nämlich um einen Gutschein für ein professionelles Fotoshooting mit der Wirtschaftskammer Österreich. Das Freistädter Unternehmen wird dadurch zum neuen Gesicht und zu einem Teil der #schaffenwir-Kampagne "Wirtschaft für morgen" der WKÖ.

neoom KLUUB ist bald in der #schaffenwir-Kampagne der Wirtschaftskammer Österreich zu sehen!
neoom KLUUB ist bald in der #schaffenwir-Kampagne der Wirtschaftskammer Österreich zu sehen!Foto: Wirtschaftskammer Österreich
neoom KLUUB: 1. Platz im Themenfeld Unternehmen.
neoom KLUUB: 1. Platz im Themenfeld Unternehmen.Heute

2. Platz – Erste Cotton/Pet Textil C2C (Cradle to Cradle) Wertschöpfungskette

Zehntausende Tonnen an Alttextilien werden jedes Jahr in Österreich nicht effizient und außerdem mit hoher Umweltbelastung entsorgt. Das Start-up ReTex (in Gründung) baut die erste Anlage, die Baumwolle von Polyethylen oder anderer chemischer Verbindungen in Alttextilien trennen kann. Ein echter Durchbruch in der Kreislaufwirtschaft! Der Preis wurde vom Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Harald Mahrer, überreicht.

ReTex: 2. Platz im Themenfeld Unternehmen.
ReTex: 2. Platz im Themenfeld Unternehmen.Heute

3. Platz – Automatisierte Buchungsplattform für Zug/Bus/Fähre mit innovativer GATEWAY-Tec + Customize Tool

Wer gerne klimafreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln verreist, weiß wie mühsam die Recherche im Vorfeld sein kann. Traivelling ist das "Checkfelix" für Umweltbewusste. Das klimafreundliche Bahnreisebüro vernetzt 50 Bahnfirmen, hunderte Fährenbetreiber sowie Busfirmen. Die Traivelling Buchungsplattform findet für die Kunden nicht nur die beste Route mit Bus, Bahn und Fähre, sondern informiert auch über günstige Preise, etwa Sparschiene oder Interrail. Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Harald Mahrer, überreichte den Preis. Weitere Infos

Traivelling: 3. Platz im Themenfeld Unternehmen.
Traivelling: 3. Platz im Themenfeld Unternehmen.Heute

WEITERLESEN: Herausgeberin Eva Dichand über den Award >>

!Ehrenpreise

Energie – Die GRÜNEN Nudeln von Wolf

Die Eier für die Teigwaren kommen aus dem eigenen Hühnerstall, das Futter für die Hühner von eigenen Äckern aus der Umgebung. Aus dem Mist der knapp 40.000 Hühner und der Grünsilage wird in einer eigenen Biogasanlage Methangas erzeugt, dieses wird von zwei Generatoren in elektrischen Strom umgewandelt. Mit der dabei anfallenden Abwärme werden die Nudeln getrocknet. Die häufig energieintensive Teigwarenproduktion ist bei "Wolf Nudeln" energieautark und CO2-neutral. Der Ehrenpreis wurde von der Generalsekretärin Österreichs Energie, Dr. Barbara Schmidt, überreicht. Weitere Infos >>

Ehrenpreis für Energie – Die GRÜNEN Nudeln von Wolf.
Ehrenpreis für Energie – Die GRÜNEN Nudeln von Wolf.Heute

Landwirtschaft – Landwirte im Stiefingtal schützen wertvollen Boden und die Umwelt

Landwirtschaftliche Flächen sind durch Wetterextreme wie Trockenheit und Starkniederschläge in einem besonderen Ausmaß von Bodenerosion und Verschlämmung betroffen. Das steirische Stiefingtal passt sich der Klimakrise an. Die Klar!-Region Stiefingtal - Klar! steht für Klimawandelanpassungs-Modellregion - hat 2021 über 1.000 Sträucher für Kleintiere, Vögel und Insekten gepflanzt, Streuobstwiesen gerettet und Äcker vor der Erosion geschützt. Der Ehrenpreis wurde von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig überreicht.

Ehrenpreis für "Landwirtschaft" – Landwirte im Stiefingtal schützen wertvollen Boden und die Umwelt.
Ehrenpreis für "Landwirtschaft" – Landwirte im Stiefingtal schützen wertvollen Boden und die Umwelt.Heute

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