Heuer findet das Singlepflücken auf Wurzers Erdbeerfeld schon zum zweiten Mal statt. Das erste Mal 2024 war trotz Schlechtwetter ein voller Erfolg, wie Erfinder Markus Wurzer "Heute" im Gespräch erzählt.
Die Idee ist so simpel wie genial: Singles kommen am Samstag (von 18 bis 20 Uhr) in Bodensdorf bei Wieselburg zum "Singlepflücken" ans Erdbeerfeld, tauschen sich beim Erdbeerpflücken aus und finden mit etwas Glück die Liebe fürs Leben. Menschen jeden Alters und Geschlechts sind willkommen, nur um eine schriftliche Anmeldung im Voraus wird gebeten.
"Letztes Jahr sind insgesamt 105 Leute gekommen, das war schon echt toll. Und wirklich ganz ausgeglichen, Männer und Frauen, von 28 bis 75 Jahren war alles dabei!", erinnert sich Wurzer. Trotz Regen und Kälte wäre das Event in Wieselburg im Vorjahr ein voller Erfolg gewesen.
"Heuer sind schon 97 Erdbeer-Singles angemeldet, am Samstag ist auch echt tolles Wetter angesagt. Und die Gemeinschaft ist echt toll, da sind keine Gaffer oder sowas. Das sind ganz normale Menschen, die vielleicht ein bisschen introvertiert sind, die Leute nicht im Club kennenlernen wollen, sondern ganz im Ruhigen, Stillen, bei uns am Erdbeerfeld. Da treffen sich Naturmenschen, die einen Geschmack fürs Ländliche haben und für gutes Essen, bei dem sie die Herkunft kennen. Das Pflücken und die Teilnahme selbst ist kostenlos, nur die gepflückten Erdbeeren kosten dann 5,90 Euro pro Kilo", meint Wurzer.
Der Unternehmer hat bereits Wiederholungsgäste, die ihr Liebesglück heuer nochmal versuchen. Er erzählt von einem Fan, der für das Event 150 Kilometer weit angereist ist. Den Gästen aus dem Vorjahr hat die Datingszene scheinbar gefallen. Nach dem Erdbeerpflücken ist vor dem Heidelbeerpflücken. Auch heuer wird es ein Singlepflücken wieder am Heidelbeerfeld geben. Das Dating-Angebot ist auch bei den neuen Him- und Brombeeren geplant – wobei Erdbeeren ja für ihre luststeigernde Wirkung bekannt und beliebt sind.
"Man kann eigentlich nur gewinnen", fasst Wurzer zusammen, "vielleicht findet man die Liebe, aber auf jeden Fall findet man hier Erdbeeren!" Für schüchterne Erst-Pflücker empfiehlt er, den Mut fest zusammenzunehmen.
"Die Gäste müssen sich trauen, aktiv jemanden anzusprechen. Und es gibt so viele Gesprächsthemen. Manche nehmen einen handgeflochtenen Weidenkorb zum Erdbeersammeln mit, andere ein zerkratztes Tupperware-Geschirr. Auch darüber kann man Kontakte knüpfen und sich unterhalten. Und man sieht auch gleich, was für eine Person das vor einem ist. Bei unserem Erdbeerfeld liegt überall Stroh, dreckig wird man also auch nicht. Bei uns können sich die Gäste also etwas Hübscheres anziehen, um zusätzlich noch zu beeindrucken", rät Wurzer.