Nach mehreren Verzögerungen und einem Richterwechsel wurden insgesamt acht Verhandlungstage bis zum 2. Juli angesetzt.
Strache muss sich gleich in zwei umfangreichen Causen verantworten. Einerseits geht es um den Vorwurf der versuchten Untreue rund um eine von der FPÖ abgeschlossene Lebensversicherung für Parteivorsitzende. Andererseits steht die sogenannte Casag-Affäre im Fokus – dabei dreht sich alles um die Bestellung des FPÖ-nahen Managers Peter Sidlo in den Vorstand der Casinos Austria AG.
Zu Beginn der Verhandlungen wird zunächst die Lebensversicherungs-Causa behandelt. Erst danach soll die sogenannte "Casino-Tangente" aufgerollt werden. Das bestätigte auch ein Sprecher des Wiener Landesgerichts.
Ursprünglich hätte der Prozess bereits Anfang März starten sollen. Doch eine zusätzliche Anklage der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) führte dazu, dass beide Verfahren gemeinsam verhandelt werden sollen.
Für weitere Verzögerung sorgte ein Richterwechsel: Die ursprünglich zuständige Richterin wurde wegen möglicher Befangenheit ausgeschlossen. Ihr Ehemann vertritt nämlich den ehemaligen FPÖ-Klubchef Johann Gudenus, der in dem Verfahren als Zeuge geladen ist.
Sowohl Strache – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – als auch die Novomatic AG stellten daraufhin einen Befangenheitsantrag, dem stattgegeben wurde. Ein neuer Richter wurde inzwischen eingesetzt und hat den aktuellen Prozessplan festgelegt.