Ende März endete die Anmeldefrist für eine Teilnahme an den Aufnahmeverfahren der Medizinischen Universitäten in Wien, Innsbruck und Graz sowie an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz (JKU).
Insgesamt haben sich 16.880 Personen verbindlich für den Aufnahmetest angemeldet. Für sie geht es am 3. Juli um ihre berufliche Zukunft. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 15.668 verbindliche Anmeldungen.
An der MedUni Wien gibt es insgesamt 8.235 Anmeldungen, nämlich 7.214 für Humanmedizin und 1.021 für Zahnmedizin. Das Geschlechterverhältnis: 3.053 Männer und 5.182 Frauen. 2025 hatten in Wien 7.729 Personen ihr Glück probiert.
An der Medizinischen Universität Innsbruck sind es heuer insgesamt 3.532 Anmeldungen. 2025 waren es "nur" 3.238. 3.124 Bewerber wollen Humanmedizin studieren, 408 Zahnmedizin. In der Tiroler Landeshauptstadt stehen 1.356 Männer 2.176 Frauen gegenüber.
Die Medizinische Universität Graz verzeichnete 2.824 Anmeldungen nach 2.617 im Jahr davor. 2.564 Bewerbungen gibt es für Humanmedizin, 260 für Zahnmedizin. Geschlechterverhältnis: 1.076 Männer zu 1.748 Frauen.
Und an der Medizinischen Fakultät der JKU Linz bewarben sich 2.289 Personen (2025: 2.084). 874 Männer stehen dort 1.415 Frauen gegenüber.
Der schriftliche Aufnahmetest gliedert sich in vier Abschnitte: Der erste testet die Basiskenntnis für medizinische Studien. Konkret überprüft wird das schulische Vorwissen aus den Bereichen Biologie, Chemie, Physik und Mathematik. Im Bereich Textverständnis geht es um die Überprüfung von Lesekompetenz und Verständnis von Texten.
Der dritte Abschnitt umfasst die kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten. Dieser Testteil besteht aus fünf Aufgabengruppen, nämlich Figuren zusammensetzen, Zahlenfolgen, Wortflüssigkeit, Gedächtnis und Merkfähigkeit sowie Implikationen erkennen.
Im letzten Abschnitt werden die sozial-emotionalen Kompetenzen getestet. Dieser Testteil besteht aus den Aufgabengruppen Emotionen erkennen, Emotionen regulieren und Soziales Entscheiden, die wesentliche Aspekte sozial-emotionaler Kompetenzen erfassen.
Beim Aufnahmetest für Zahnmedizin werden die Testteile Textverständnis und Implikationen erkennen durch den Testteil Manuelle Fertigkeiten ersetzt. Dieser umfasst die Aufgabengruppen Drahtbiegen und Formen spiegeln.
Mit insgesamt 1.950 Studienplätzen für das Studienjahr 2026/27 stehen um 50 mehr als im Vorjahr zur Verfügung. Die meisten gibt es mit 784 in Wien, gefolgt von Innsbruck mit 430, Graz mit 406 und Linz mit 330. An letzterem Standort wird nur Humanmedizin angeboten.
Mindestens 95 Prozent der Studienplätze sind EU-Bürgern und ihnen im Hinblick auf den Studienzugang gleichgestellten Personen vorbehalten. Mindestens 75 Prozent der Studienplätze sind für Bewerber mit einem Reifezeugnis aus Österreich reserviert.
Auch im kommenden Studienjahr sind wieder Studienplätze für Aufgaben im öffentlichen Interesse für Bundesländer, die Österreichische Gesundheitskasse sowie das Innen- und Verteidigungsministerium vorbehalten. Diesmal sind es bis zu 87 von den insgesamt 1.950 Plätzen.
Wer die begehrten Studienplätze ergattert hat, steht in der ersten Oktoberwoche fest. Dann werden die Testergebnisse bekanntgegeben.