Juristisches Ungemach für Thomas Schmid: Gegen den ehemaligen Generalsekretär im Finanzministerium wurden strafrechtliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Linz eingeleitet.
Hintergrund ist seine Aussage im laufenden Prozess gegen ÖVP-Klubobmann August Wöginger. Schmid hatte dort als Zeuge ausgesagt, von der Besetzung eines oberösterreichischen Finanzamtes "wenig bis gar nichts" mitbekommen zu haben.
Mehrere andere Zeugen widersprachen vehement – und haben die Rolle des ehemaligen Zampanos im Finanzministerium mit dem flotten Chat-Finger ("Ich liebe meinen Kanzler") anderes in Erinnerung. Im Ministerium soll "Aufregung und Unmut" darüber geherrscht haben, dass ein von Schmid präferierter Kandidat durchgefallen war.
Es steht also der Verdacht einer falschen Zeugenaussage im Raum. Eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung des Anwalts Werner Suppan führte nun dazu, dass "durch die Beischaffung von Unterlagen und Protokollen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet" wurde, wie die Staatsanwaltschaft Linz am Donnerstag auf "Heute"-Anfrage bestätigt.
Für Thomas Schmid, der ja im Verfahren gegen Sebastian Kurz zum Kronzeugen erklärt worden war, gilt die Unschuldsvermutung. Brisant: Sein Status ist an die Bedingung gebunden, vollständig und wahrheitsgemäß auszusagen ...