Was brauchen ängstliche Hunde? Konsequenz. Sicherheit. Liebe. Geduld. Einen starken Partner. All diese Dinge können aus unsicheren Hunden souveräne Wegbegleiter machen, aber an einen neuen Anstrich hat bestimmt bisher noch niemand gedacht, oder?
Oftmals reagieren ängstliche Hunde vor allem in den eigenen vier Wänden mit "Zerstörungswut", was meist auf Kontrollverlust zurückzuführen ist, wenn Herrchen oder Frauchen das Haus verlassen. Vor allem hier soll die Idee von Dr. Eleni Nicolaou, einer Kunsttherapeutin für kreatives Wohlbefinden, auch bei Haustieren Früchte tragen. Die falschen Farben im Wohnraum führen laut der Expertin oftmals zu Stress und Unbehagen, wogegen die richtigen Farben für Harmonie, Entspannung und Ruhe sorgen.
Im Grunde ist der Gedanke natürlich logisch. Wir mögen es vorwiegend ja auch gerne, wenn unser Zuhause freundlich und gemütlich wirkt und keine knalligen Neonfarben fast Epilepsie auslösen, oder extreme Muster einem Rohrschachtest gleichen. Bei Hunden muss man aber beachten, dass sie anders sehen als wir, denn Hunde haben eine rot-grün-Schwäche und nehmen ausschließlich Gelb- und Blautöne wahr.
Was heißt das jetzt? Eine dunkelrote Wand, die Wärme ausstrahlen soll, kann beispielsweise für den Hund tatsächlich an ein matschiges, dunkelgraues Moor erinnern - nicht besonders einladend, oder? Auch großer Kontrast zwischen Möbeln und Wandfarben kann auf den Hund unruhig wirken, weshalb die Reize in der Wohnung vor allem ängstliche Hunde noch zusätzlich verunsichern können.
Auch wenn man freilich nicht das ganze Haus jetzt umstreichen muss, weil der Wuffi vielleicht einmal einen schlechten Tag hat, lohnt es sich, zumindest einen Raum "Rexi-sympathisch" zu gestalten. Die Expertin empfiehlt hier die Farbe "Salbeigrün" - es soll der perfekte Farbton für den Hund sein, da er in einem neutralen Bereich liegt und die Natur nachahmt. Auch das Hundebett in solch einer Neutralfarbe kann Wunder wirken, wenn sich der Hund weigert, zur Ruhe zu kommen.