Dass die Hundenase ein wahres Wunder ist, wissen wir schon längst, denn immerhin rettet das Geruchsorgan der Vierbeiner Menschen aus den brenzligsten Situationen oder überführt die bösen Buben beim Zoll. Auch Viren und Bakterien kann der Hund riechen, sowie Diabetes und Epilepsie, weshalb das Erkennen von Krebszellen meist ein "Klacks" für die guten Schnüffler ist.
Da die Früherkennung von Lungenkrebs sehr komplex ist, gibt es hier kein Vorsorgeprogramm wie bei Brust- oder Darmkrebs. Da er aber immer noch zu den häufigsten und leider auch tödlichsten Krebsarten zählt, setzt "Dogscan" hier auf die eindrucksvolle "Magie" der Hundenase.
Die ersten, fertig ausgebildeten Hunde sind "Aki", "Biest", "Loki", "Aaron", "Heidi" und "Lu", die bereits erste Tests ausgewertet haben. Aber wie funktioniert es in der Praxis? Möchtest du genau wissen, ob deine Lunge entartete Zellen aufweist, so kannst du dir bei "Dogscan" ein sogenanntes Testkit bestellen - dies enthält vor allem eine Spezialmaske, die man mindestens fünf Minuten zu Hause tragen sollte, bevor man sie einfach wieder zurückschickt.
Dann kommen die Hunde dran, denn mindestens fünf der ausgebildeten Schnüffler werden deine Probe jetzt völlig unabhängig voneinander untersuchen. Bei einem positiven Ergebnis haben drei der Hunde bei deiner Probe angezeigt - ein negatives Ergebnis bedeutet, dass keiner der fünf Hunde an deiner Maske angeschlagen hat.
Im Rahmen der Ausbildung müssen die Hunde an 12.500 Masken riechen und nicht nur verschiedene Lungenkrebsstadien, Klassifizierungen und Subtypen erkennen sondern auch lernen Stoffe zu ignorieren z.B. von Lungenkrankheiten wie COPD oder Zigarettenrauch.
Nach maximal 14 Tagen bekommst du dann eine Rückmeldung - sofern es eine "schlechte" Nachricht ist, meldet sich der "Dogscan"-Mediziner Ali Boukllouâ (Facharzt für innere Medizin und Kardiologie), um den weiteren Verlauf zu besprechen.
Diese tierische Methode soll eine wirksame Waffe gegen Krebs werden, da hier durch die Früherkennung von Lungenkrebs durch die Hunde die Heilungschancen immens steigen können. Man will hier keine Ärzte ersetzen oder Diagnosen stellen, sondern Präventionsmaßnahmen anbieten. Die Hunde sind perfekt darauf trainiert worden, minimale Auffälligkeiten zu erkennen, und die Tests dienen als Indikatoren - können aber keine medizinische Behandlung in weiterer Folge ersetzen.