"Höchst bedenklich"

Demos gegen Kopftuchverbot – Bauer rechnet knallhart ab

In Österreich wurde zu bundesweiten Protesten gegen das Kopftuchverbot aufgerufen. Ministerin Bauer reagiert mit scharfer Kritik.
Newsdesk Heute
09.10.2026, 15:11
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Seit diesem Schuljahr gilt an Österreichs Schulen ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren. Die Maßnahme sorgte bereits für, hitzige Gemüter, scharfe Diskussionen, Kritik und auch Anzeigen wegen Verstößen. Nun kam es am Freitag auch zu Demonstrationen.

Zu diesen wurde seitens der Sozialistischen Jugend und der Revolutionären Kommunistischen Partei (RKP) aufgerufen. Es war von bundesweiten Protesten die Rede. So versammelten sich in Graz etwa 100 Demonstranten auf der Straße, berichtet die "Kleine Zeitung". Auch in Wien kam es zu Protesten, wie eine Leserin gegenüber "Heute" schilderte.

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Straßensperren in Wien

In Wien sorgte die Demo für Einschränkungen im Straßenverkehr. Der Protestmarsch startete um 12.45 Uhr und führt vom Platz der Menschenrechte über die Babenbergerstraße und die Ringstraße zum Josef-Meinrad-Platz. Anschließend soll es über die Bankgasse und die Abraham-a-Sancta-Clara-Gasse bis zum Minoritenplatz gehen.

Besonders auf dem Ring, der Lothringerstraße sowie rund um den Schwarzenberg- und Karlsplatz warnt der ÖAMTC vor möglichen Verzögerungen. Auch die Zweierlinie und die Zufahrten in die Innenstadt sind von den angekündigten Verkehrsmaßnahmen betroffen. Zudem können Straßen im Bereich der Demo vorübergehend gesperrt werden. Enden soll die Kundgebung um 18 Uhr.

Ministerin meldet sich zu Wort

Bezüglich der Proteste hat sich nun auch Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) gegenüber "Heute" zu Wort gemeldet. Sie betonte, dass Meinungsfreiheit in unserer Gesellschaft "ein hohes Gut" sei. Dennoch sparte die ÖVP-Ministerin nicht mit Kritik.

Bauer halte es für bedenklich, welche "Vereine da Mädchen unter Druck setzen, gegen ihre eigene Freiheit zu demonstrieren". Ihr zufolge gehören die Mädchen "nicht unter einem Stück Stoff versteckt". Die Ministerin betont, dass sie sich nicht für ihren Körper schämen sollen. "Mädchen sollen frei, sichtbar und selbstbestimmt aufwachsen können", so die Botschaft von Bauer.

red,Akt. 09.10.2026, 15:16, 09.10.2026, 15:11
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