Tierischer Intellekt

Deshalb halten Krähen "Beerdigungen" ab

Rabenvögel zählen zu den weltweit intelligentesten Tieren und verblüffen uns ständig aufs Neue. Sogar "Beerdigungen" finden unter den Tieren statt.
06.01.2026, 07:56
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So viele Forscher haben sich mit Haut und Haar den Rabenvögeln verschrieben, da ihr Intellekt weit über dem anderer Tierarten hinausgeht. Sie benützen Werkzeuge, erkennen Menschen ganz genau, sind in der Lage Probleme zu lösen, vorausschauend zu planen und können sich sogar vorstellen, was andere gerade denken. Nur noch der Menschenaffe kann dies von sich behaupten, also? Krähen, Raben und Elstern sind etwas ganz Besonderes.

"Do what I do"

In der Forschungsstation Haidlhof dreht sich ebenfalls alles um die großen schwarzen Vögel und deren Intelligenz. Verhaltens- und Kognitionsbiologe Thomas Bugnyar erzählte unserer Redakteurin bei einem Besuch in der Vergangenheit auch, dass nicht jeder Rabe ein "Superhirn" ist, sondern jedes Tier ein eigenständiges Individuum mit viel oder wenig Lernbereitschaft. Fakt ist aber, die sozialen Vögel lernen sehr viel durchs "Abschauen", weshalb, man nun auch zu wissen glaubt, weshalb es "Beerdigungen" bei Krähen gibt.

Trauer? Eher nicht

Fast nie kann man dieses Schauspiel beobachten, aber wenn eine Krähe stirbt und etwa tot am Boden liegt, kommt es umliegend zu einer richtigen Versammlung der Artgenossen. Minutenlang wird der verstorbene Freund gemustert, zum kleinen Körper hingeflogen und es scheint fast so, als wären die Krähen wachsam und andächtig zugleich. Ob es sich bei dieser "Beerdigung" allerdings wirklich um Trauer handelt, trauen sich Wissenschaftler nicht zu behaupten.

Eher glaubt man hier, an eine genaue Überprüfung des toten Bruders. Forscher vermuten nämlich, dass es hier darum geht, die Todesursache herauszufinden und potenzielle Gefahren abzuspeichern und weiterzugeben. Sei es also ein Verkehrsunfall oder Gift – wie in der Anatomie filtert man durch den Tod, Informationen, die überlebenswichtig für die Gruppe sein können.

Zu schlau für ein zweites Mal

Rabenvögel lernen generationsübergreifend und die "Alten" bilden die "Jungen" aus. So merken sich die Tiere ganz genau das Gesicht einer schädlichen Person mit Gewehr und unterscheiden sie noch jahrelang von harmlosen Menschen. Genau durch solche Informationsquellen passiert auch kaum ein Fehler zweimal und die Gruppe kann wachsen. Faszinierend!

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