Wadsak schockt mit Prognose:

"Die Hitze wird sich in den nächsten Tagen verschärfen"

Österreich steht vor den nächsten heißen Tagen. Meteorologe Marcus Wadsak ordnet die extreme Hitze ein und widerspricht Zweifeln am Klimawandel.
Newsdesk Heute
10.08.2026, 09:58
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Die Sonne brennt, die Temperaturen steigen weiter und eine nachhaltige Abkühlung ist vorerst kein Thema. Meteorologe Markus Wadsak nimmt die aktuelle Wetterlage zum Anlass, um in einem Facebook-Video über die außergewöhnliche Hitze dieses Sommers zu sprechen. Dabei findet er deutliche Worte.

"Sonnenschein und Hitze haben Österreich wieder fest im Griff und die Hitze wird sich in den nächsten Tagen noch verschärfen. Wer Meteorologe ist und sich mit dem Thema auseinandersetzt und über diesen Sommer analysiert, berichtet oder nachdenkt und das Wort Klimawandel dabei nicht erwähnt, der hat irgendwie im Studium etwas versäumt, glaube ich", erklärt der ORF-Wettermann.

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Sechs Tage über 40 Grad

Wadsak verweist in seinem Facebook-Video auch auf die außergewöhnlich hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit:

"Temperaturen wie wir diesen Sommer erleben, wir hatten 6 Tage mit mehr als 40 Grad, sind ohne globale Erwärmung nicht denkbar, gar nicht möglich. Wir haben eine Dürre die fast schon ein Jahr andauert. Das ist ohne Klimawandel gar nicht möglich, weil die globale Erwärmung unsere Strömungsmuster so verändert hat, dass der Regen einfach so lange ausbleiben kann", sagt Wadsak.

Für den Meteorologen ist die Dimension der aktuellen Hitzewelle außergewöhnlich. Gleichzeitig warnt er davor, nur auf die hohen Temperaturen zu schauen. Auch heftige Gewitter und Starkregen seien Teil der Entwicklung.

"Die Hitzewelle ist beispiellos, so etwas gab es noch nie. Da steckt überall der Klimawandel drin. Auch in den heftigen Gewittern, die dann niedergehen und Muren abgehen lassen, denn das ist auch klar: In einer wärmeren Atmosphäre wird unser Wetter extremer. Mit einem Grad mehr kann die Atmosphäre 7 Prozent mehr Feuchtigkeit aufnehmen und das ist, was bei den Starkregen-Ereignissen dann eben auch wieder runterkommt", stellt Wadsak in seinem Facebook-Video klar.

Natürlich kann es 42 Grad kriegen"

In seinem Video geht Wadsak auch auf Aussagen ein, die derzeit im Internet und in sozialen Netzwerken verbreitet werden. Eine davon: Temperaturen von 42 Grad seien in Österreich gar nicht möglich.

Dem widerspricht der Meteorologe deutlich: "In Österreich kann es nicht 42 Grad kriegen‘. Bitte, was ist denn das? Natürlich kann es 42 Grad kriegen. Haben wir in Ungarn schon erlebt, haben wir in Slowenien schon erlebt, in Italien selbstverständlich. Da gibt es kein Schild an Österreichs Grenzen das sagt: 'Stopp für 42 Grad, die gerne, aber nicht bei uns.' Physikalischer Unsinn. Die Celcius-Skala ist nach oben offen und natürlich kann es auch in Österreich einmal über 42 Grad bekommen."

"Die Wetterlage ist nicht neu"

Auch dem Argument, dass lediglich die aktuelle Wetterlage und nicht der Klimawandel für die hohen Temperaturen verantwortlich sei, hält Wadsak entgegen.

"Logischerweise ist an jedem Wetter, jeder Temperatur, die Wetterlage Schuld, aber die Wetterlage, die wir den Sommer so oft haben, die diese unfassbar langen, extremen Hitzewellen bringt, ist eine altbekannte, ist ein blockiertes Hoch mit heißer Luft aus Afrika über das Mittelmeer", sagt Wadsak.

Solche Wetterlagen seien seit langer Zeit bekannt. Neu seien hingegen die damit verbundenen Temperaturen: "Die Wetterlage ist nicht neu. Die gabs immer wieder. Sie gabs halt noch nie mit diesen Temperaturen, denn da steckt der Klimawandel drin, der diese Wetterlage, die wir kennen, eben derzeit noch heißer macht."

"Absolut nicht mehr ein Sommer wie früher"

Zum Schluss greift Wadsak noch einen häufigen Kommentar auf: Es sei schließlich Sommer und hohe Temperaturen seien deshalb normal.

"Es ist Sommer. Ja, das ist das einzige Argument, das richtig ist. Wir haben Sommer, ich glaube das wissen wir, aber alle und ich glaube, wir wissen alle, die uns ein bisschen gut versuchen zurückzuerinnern, es ist Sommer, aber absolut nicht mehr ein Sommer wie früher, denn das, was wir heuer erleben, das gabs noch nie", erklärt Wadsak.

Wadsak stellt dabei unmissverständlich klar: "Wer was anderes behauptet, liegt einfach falsch und Meinung gegen Fakten, Meinung gegen Messergebnisse funktioniert einfach nicht. In diesem Sinne, es ist Sommer, jawoll, aber vergessen wir nicht, da steckt schon sehr viel Klimawandel in unserem Wetter."

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.08.2026, 09:58