Du willst ein Auto kaufen, eine Anzahlung für eine Wohnung leisten oder einfach einen größeren Betrag auf ein Festgeldkonto verschieben – und plötzlich geht nichts mehr. Obwohl genug Geld auf dem Konto liegt, wird die Überweisung nicht durchgeführt.
Viele wissen es nicht: Banken und Sparkassen legen Obergrenzen für tägliche Online-Transaktionen fest. Diese Tageslimits unterscheiden sich je nach Institut und Kontomodell stark.
Wie "chip.de" berichtet, setzt etwa die HypoVereinsbank ein maximales Tageslimit von 150.000 Euro im Online-Banking. Bei der Commerzbank können Überweisungen bis zu 500.000 Euro betragen. Sparkassen legen das Limit individuell fest – gängig sind zum Beispiel 50.000 Euro.
Bei Volksbanken lässt sich das Limit häufig selbstständig auf bis zu 20.000 Euro erhöhen. Wer mehr überweisen möchte, muss einen Service-Antrag stellen. Tipp: Prüfe, ob du die Obergrenze für dein Konto einfach im Online-Banking nachsehen kannst – oder frag beim Support deiner Bank nach.
Übrigens: Das künstliche Limit von 100.000 Euro pro Transaktion bei Echtzeitüberweisungen wurde 2025 abgeschafft. Trotzdem gelten für Bankkunden weiterhin praktische Grenzen durch das individuelle Tageslimit.
Wer sein Tageslimit kurzfristig erhöhen will, sollte wissen: Bei manchen Banken dauert es nach der Änderung mehrere Stunden, bis das neue Limit aktiv ist. Das dient dem Schutz vor unüberlegten Überweisungen unter Druck.
Wichtig: Die Tageslimits gelten in der Regel nicht für Daueraufträge und Terminüberweisungen. Für größere Einzelüberweisungen solltest du also rechtzeitig dein Limit prüfen und bei Bedarf anpassen.