Geld kommt jetzt früher

Diesel-Schock! Regierung zieht Agrardiesel-Zahlung vor

Teurer Diesel, teurer Dünger: Die Regierung zieht nun eine wichtige Zahlung deutlich vor, das Geld fließt früher als geplant.
Newsdesk Heute
17.05.2026, 07:00
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Die steigenden Kosten für Diesel und Dünger bringen viele Bauernhöfe in Österreich zunehmend an ihre Grenzen. Vor allem Familienbetriebe kämpfen seit Monaten mit hohen Ausgaben, während gleichzeitig der Druck durch internationale Konkurrenz wächst. Nun reagiert die Bundesregierung mit einer vorgezogenen Auszahlung beim Agrardiesel.

Bundeskanzler Christian Stocker und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (beide ÖVP) kündigten am Freitag an, dass die Rückvergütung nicht erst wie ursprünglich vorgesehen 2027 ausgezahlt wird, sondern bereits im Dezember 2026 erfolgen soll. Die Zahlung werde gemeinsam mit der AMA-Hauptauszahlung überwiesen.

Damit will die Regierung verhindern, dass zwischen den bisherigen Zahlungen eine große Lücke entsteht. Denn zuletzt wurde der Agrardiesel im Dezember 2025 ausbezahlt. Ohne die neue Regelung hätten viele Betriebe laut Regierung bis Ende 2027 auf weiteres Geld warten müssen. Für viele Bauern ist genau das derzeit ein großes Problem.

Dieselpreis um 25 Prozent gestiegen

Die Preise für Treibstoff sind zuletzt massiv gestiegen. So erhöhte sich der Dieselpreis zwischen dem 5. Jänner 2026 und dem 10. Mai 2026 um rund 25 Prozent. Gerade in der Landwirtschaft gibt es oft kaum Alternativen zu dieselbetriebenen Maschinen. Traktoren, Erntemaschinen oder schwere Geräte lassen sich vielerorts nicht einfach ersetzen.

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Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

Zusätzlich sorgen internationale Krisen für Belastungen. Die Bundesregierung verweist auf den Konflikt um den Iran. Dieser habe die Preise bei Diesel und Düngemitteln nach oben getrieben. Auch die Schließung der Straße von Hormus habe Auswirkungen auf den Weltmarkt gehabt. Über diese Handelsroute werde ein großer Teil der weltweiten Düngemittel transportiert.

Die Regierung sieht deshalb akuten Handlungsbedarf. Bundeskanzler Stocker erklärte: "Wir stehen an der Seite unserer Bäuerinnen und Bauern, die mit ihrer Arbeit tagtäglich die Versorgungssicherheit in unserem Land gewährleisten. Ihr Einsatz verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche politische Unterstützung."

"Brauchen so schnell wie möglich eine Entlastung"

Auch Landwirtschaftsminister Totschnig sprach von einer schwierigen Lage für viele Betriebe. "Die hohe Kostenbelastung in der Landwirtschaft besteht jetzt, deshalb brauchen wir auch so schnell wie möglich eine Entlastung. Ich danke dem Bundeskanzler für seine tatkräftige Unterstützung in den erfolgreichen Verhandlungen", sagte er.

Nach Angaben der Regierung soll die Rückvergütung bei rund 16 Cent pro Liter liegen. Die genaue Ausgestaltung des Modells werde aber noch verhandelt. Offen sind unter anderem Details zu den Auszahlungsmodalitäten. Fix sei laut Regierung aber, dass der Agrardiesel auch in den Jahren 2027 und 2028 weitergeführt werden soll.

Stocker und Totschnig sehen die frühere Auszahlung auch als Signal an die heimische Landwirtschaft. In einer gemeinsamen Erklärung betonten sie: "Mit dem Vorziehen der Auszahlung um ein Jahr wirken wir den aktuell hohen Preisen entgegen und stärken die Liquidität unserer Betriebe."

{title && {title} } red, {title && {title} } 17.05.2026, 07:00
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