Der Schokoriegel-Hersteller Mars steht in der Kritik, weil der beliebte Milky-Way-Multipack in einer neuen Version fast die Hälfte weniger Riegel enthält.
Statt wie bisher neun Stück sind in der Großpackung nun nur noch fünf enthalten. Der Preis sank dabei nur minimal – von 2,99 Euro auf 2,29 Euro, also etwa ein Viertel weniger.
Die Verbraucherzentrale Hamburg weist darauf hin, dass durch die geringere Füllmenge eine versteckte Preiserhöhung von rund 38 Prozent entsteht.
Die Organisation ernannte die neue Milky-Way-Packung daher zur 'Mogelpackung des Monats' und spielt auf einen bekannten Werbespruch an: "Man ist geneigt zu sagen: Ja, es stimmt tatsächlich. Milky Way ist jetzt so leicht, der schwimmt sogar in Milch."
Wie t-online berichtet, begründet Mars die Änderung mit gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Energie sowie Investitionen in nachhaltige Produktion und Lieferketten.
Die Hamburger Verbraucherschützer halten diese Argumente für wenig überzeugend, da beispielsweise der Kakaopreis zuletzt gesunken sei und sich laut Verpackung weder Rezeptur noch Nährwerte verändert hätten.
Auch bei Bounty, einem weiteren bekannten Schokoriegel des Konzerns, wurde der Multipack verkleinert.
Statt neun Riegel zu 3,19 Euro sind es nun acht Stück, die sogar zum höheren Preis von 3,59 Euro verkauft werden. Damit steigt der Preis trotz geringerer Menge.
Laut Verbraucherzentrale führt Mars die Liste der sogenannten Shrinkflation-Fälle an.
Seit 2020 habe man mindestens 29 Beispiele für versteckte Preiserhöhungen durch geschrumpfte Packungen bei Mars dokumentiert – deutlich mehr als bei anderen großen Unternehmen wie Nestlé oder Mondelez.
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