Polizisten der Landesverkehrsabteilung führten damals auf der bekannten Raserstrecke zwischen Linz und Traun (Bez. Linz-Land) eine Schwerpunktkontrolle gegen die Tuning- und Raserszene durch. Der Audi wurde per Laser gemessen – mit 149 km/h statt erlaubten 50.
Bei einer Ampel stoppten die Beamten den Lenker. Der Führerschein war sofort weg, der Wagen wurde vorläufig beschlagnahmt. Die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land prüfte die Eigentumsverhältnisse, jetzt kommt der Audi A4 unter den Hammer.
Der schwarze Kombi, Erstzulassung 2017, hat rund 253.000 Kilometer am Tacho. Ganz makellos ist er nicht: Laut Dorotheum leuchtet die Motorkontrolllampe, das Getriebe hat Schlupf, Teile fehlen. Trotzdem lag das Gebot Mittwochvormittag schon bei 5.800 Euro.
Die Auktion endet heute gegen 13 Uhr. Bis dahin kann noch auf das Raser-Auto geboten werden. Es ist übrigens erst das Zweite, das in OÖ tatsächlich versteigert wird. Der erste Wagen – silbernen VW Passat – brachte wie berichtet nur 2.000 Euro ein.
Wird ein Wagen versteigert, wandert der Großteil des Erlöses an den Verkehrssicherheitsfonds des Bundes. 70 Prozent fließen in den Fonds, 30 Prozent bekommen Bund oder Länder als Kostenersatz für den Behördenaufwand.
Die Bilanz 2025 fiel besonders für OÖ aber unspektakulär aus: Gerade einmal 1.008 Euro wurden aus dem Bundesland eingezahlt. Zum Vergleich: Spitzenreiter war Vorarlberg mit knapp 24.270 Euro.