Verstopfung und Durchfall

Dieses Snacking macht deinem Bauch zu schaffen

Spätes Snacken belastet die Verdauung stärker als gedacht. Neue Daten zeigen, wie sehr der Zeitpunkt der Mahlzeiten zählt.
Heute Life
25.04.2026, 18:58
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Dass Ernährung und Lebensstil die Verdauung beeinflussen, ist bekannt. Zu wenige Ballaststoffe oder anhaltender Stress können schnell zu Problemen wie Verstopfung oder Durchfall führen. Neue Forschungsergebnisse zeigen nun: Auch der Zeitpunkt der Mahlzeiten spielt eine entscheidende Rolle – und kann bestehende Beschwerden sogar verstärken.

Nicht nur was, sondern wann wir essen, zählt

Wie auf der Digestive Disease Week (DDW) 2026 berichtet wurde, wirkt sich spätes Essen negativ auf die Verdauungsgesundheit und das Darmmikrobiom aus. Besonders problematisch wird es in Kombination mit Stress.

"Es kommt nicht nur darauf an, was man isst, sondern auch, wann man es isst", erklärt Studienautorin Harika Dadigiri vom New York Medical College. Gerade bei Menschen, die bereits unter chronischem Stress leiden, könne der Zeitpunkt der Mahlzeiten den Darm zusätzlich belasten.

Spätes Essen erhöht Risiko für Verdauungsprobleme

Für die Studie wurden Daten von mehr als 11.000 Personen ausgewertet. Dabei zeigte sich ein klarer Zusammenhang: Menschen, die unter hohem Stress standen und mehr als 25 Prozent ihrer täglichen Kalorien nach 21 Uhr zu sich nahmen, hatten ein deutlich höheres Risiko für Beschwerden.

Konkret:

  • 1,7-mal häufiger Verstopfung oder Durchfall
  • stärker belastete Verdauung insgesamt

Auch das Mikrobiom leidet

Ähnliche Ergebnisse ergab eine zweite Analyse mit über 4.000 Teilnehmern des American Gut Project. Menschen mit hohem Stress, späten Essgewohnheiten berichteten 2,5-mal häufiger über Darmprobleme und eine geringere Vielfalt an Darmbakterien. Das ist problematisch, da ein vielfältiges Mikrobiom als wichtiger Faktor für die Gesundheit gilt.

Darm und Gehirn hängen zusammen

Die Forscher sehen einen möglichen Grund in der sogenannten Darm-Hirn-Achse – einem komplexen Zusammenspiel zwischen Nervensystem, Hormonen und Darmbakterien. Spätes Essen könnte die negativen Auswirkungen von Stress auf dieses System zusätzlich verstärken.

Chrono-Ernährung rückt in den Fokus

Die Ergebnisse passen zur sogenannten Chrono-Ernährung. Diese beschäftigt sich damit, wie der natürliche Tagesrhythmus des Körpers die Verarbeitung von Nahrung beeinflusst.
Der Körper ist demnach darauf ausgelegt, tagsüber aktiv zu verdauen – und nicht spät in der Nacht.

Ganz verzichten muss nicht sein

Ganz auf späte Snacks verzichten muss man laut Studienautorin nicht. Wichtig ist jedoch ein möglichst regelmäßiger Essensrhythmus.

Denn

  • strukturierte Mahlzeiten unterstützen die Verdauung
  • sie können das Wohlbefinden verbessern
  • und helfen, stressbedingte Probleme zu reduzieren

Gerade in stressigen Zeiten lohnt es sich also, nicht nur auf die Ernährung selbst zu achten – sondern auch auf den richtigen Zeitpunkt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 25.04.2026, 18:58
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