"Die Packung war verschlossen"

Discounter wirft ungeöffnete Ware in den Müll

Ein Hofer-Kunde wollte ungeöffnetes Katzenfutter umtauschen. Die Packung durfte danach weder verkauft noch an eine Sozialeinrichtung gespendet werden.
André Wilding
24.09.2026, 10:01
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Eine originalverschlossene Großpackung Katzenfutter sorgt im Burgenland für Ärger. Eine 85-Jährige hatte bei Hofer versehentlich zur falschen Sorte gegriffen. Der Umtausch war zwar möglich, doch die zurückgebrachte Packung durfte anschließend nicht mehr weitergegeben werden – das berichtet die "Kronen Zeitung".

Der Schwiegersohn der Frau brachte das Katzenfutter kurz nach dem Einkauf zurück in die Filiale. Die Kassierin erklärte ihm, dass ein Tausch gegen die richtige Sorte kein Problem sei.

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Als der Mann wissen wollte, wohin er die falsche Packung stellen solle, folgte für ihn die Überraschung: Die Ware müsse entsorgt werden. Sie hatte die Filiale bereits verlassen und durfte deshalb nicht mehr weitergegeben werden, heißt es in dem Bericht.

"Die Packung war original verschlossen"

Der Kunde kann die Vorgangsweise nicht nachvollziehen. "Die Packung war original verschlossen. Wir waren gerade erst aus dem Geschäft draußen", ärgert sich der Mann gegenüber der "Kronen Zeitung".

Er schlug deshalb vor, das Katzenfutter zumindest einer Sozialeinrichtung zu überlassen. Doch auch das ist laut Hofer nicht möglich.

Der Diskonter bestätigt der Tageszeitung, dass zurückgebrachte oder umgetauschte Produkte weder erneut verkauft noch an karitative Einrichtungen weitergegeben werden. Diese Regel gilt auch dann, wenn die Verpackung noch verschlossen und die Ware äußerlich unauffällig ist.

Hofer verweist auf Produktsicherheit

Der Grund dafür liegt laut Unternehmen bei der Sicherheit. Sobald ein Produkt die Filiale verlassen hat, könne nicht mehr nachvollzogen werden, welchen Bedingungen es ausgesetzt war.

Falsche Temperaturen, direkte Sonneneinstrahlung oder Beschädigungen könnten nicht ausgeschlossen werden. Zudem müsse eine mögliche Beeinträchtigung nicht von außen erkennbar sein, heißt es in dem Bericht.

Kunde bleibt skeptisch

Der Mann versteht zwar, dass sich der Diskonter absichern will. Als Mitarbeiter der Tafel kann er dennoch nicht nachvollziehen, weshalb eine volle, ungeöffnete Packung entsorgt werden muss.

"Wenn ich so etwas wirklich machen will, dann kann ich das im Geschäft auch", sagt er zur "Krone".

Überschüsse werden auch gespendet

Grundsätzlich werden bei Hofer nicht sämtliche überschüssigen Lebensmittel entsorgt. Nach Angaben des Unternehmens gehen Nahrungsmittel laufend an Sozialeinrichtungen.

Nicht mehr verkäufliche Ware wird auch an landwirtschaftliche Betriebe weitergegeben. Zusätzlich arbeitet der Diskonter mit "Too Good To Go" und "Unverschwendet" zusammen.

Für zurückgebrachte Ware gilt diese Weitergabe allerdings nicht - selbst dann, wenn die Packung noch originalverschlossen ist.

wil,24.09.2026, 10:01