In den USA sorgt "You Can See Everything" seit 16. Oktober für Aufsehen. Die Dokumentation von Nathan Fielder und Lance Oppenheim begleitet die verurteilte Betrügerin Elizabeth Holmes und lässt die Grenzen zwischen Wahrheit und Inszenierung verschwimmen. Kritiker sind begeistert, sogar Oscars könnten winken.
Im Mittelpunkt steht die ehemalige Theranos-Chefin Elizabeth Holmes. Sie versprach revolutionäre Bluttests, sammelte Milliarden an Investitionen ein – doch die Technologie funktionierte nicht wie behauptet. 2023 musste sie wegen Betrugs ins Gefängnis.
Wie NTV berichtet, begleiteten die Filmemacher Holmes drei Jahre lang. Besonders im Fokus stehen die letzten 34 Tage vor ihrem Haftantritt. Dabei gewährt sie intime Einblicke in ihr Familienleben mit Partner Billy Evans und den beiden Kindern.
Schon der Trailer erreichte über 18 Millionen Aufrufe. Am ersten Kinowochenende spielte die Doku rund 15 Millionen Dollar ein – bei Produktionskosten von nur 7 Millionen Dollar. Mehr als 2.000 Vorstellungen waren laut Studio A24 ausverkauft.
Damit gelang der erfolgreichste Start einer nicht-musikalischen Dokumentation in Nordamerika seit über 20 Jahren.
Auf Rotten Tomatoes erreicht die Doku rund 98 Prozent Zustimmung, bei Metacritic sogar zeitweise 99 von 100 Punkten. Auch die Oscar-Gerüchteküche brodelt: A24 bewirbt den Film unter anderem für den besten Film und den besten Dokumentarfilm.
Einziger Wermutstropfen: Wann "You Can See Everything" in Österreich ins Kino kommt, ist noch nicht bekannt.