US-Präsident Donald Trump löst weiter sein Wahlkampf-Versprechen ein, Digitalwährungen in den USA voranzutreiben. Er unterzeichnete ein Gesetz, das die rechtliche Basis für Geschäfte mit sogenannten Stablecoins schafft. So werden digitale Einheiten genannt, die zum Beispiel an klassische Währungen gekoppelt sind.
Das von Trump in Kraft gesetzte "Genius"-Gesetz regelt das Geschäft mit an Dollar gekoppelten Stablecoins. Unternehmen, die sie ausgeben, müssen demnach entsprechende Dollar-Beträge zur Absicherung in kurzfristigen US-Staatsanleihen oder ähnlichen Finanzprodukten vorhalten. Diese Maßnahme werde den Status des US-Dollar als "Reservewährung der Welt" festigen, sagte Trump.
"Die Aussicht darauf, dass US-Präsident Donald Trump seine kryptofreundliche Politik weiter umsetzt, immer positivere Stimmen in beiden Parteien und progressive regulatorische Entwicklungen und Personalentscheidungen geben dem Markt Zuversicht. Politischer Rückenwind macht Kapitalfluss einfacher – und das sieht man deutlich", sagt dazu Lukas Enzersdorfer-Konrad, stellvertretender CEO bei der österreichischen Krypto-Börse Bitpanda.
Bitcoin profitiert aber auch von Trumps Handels- und Zollkrieg, zumindest teilweise. "Geopolitische Spannungen schieben Bitcoin an – als Wertspeicher außerhalb klassischer Systeme. Aber er ist kein Handelsgut zwischen Staaten wie Öl oder Chips. Der Effekt ist indirekt, nicht ausschlaggebend", so Enzersdorfer-Konrad. "Bitcoin wird längst von Institutionellen wie Gold behandelt – nur globaler, digitaler, flexibler. In Krisen wächst die Nachfrage. Das ist keine Theorie mehr, sondern Marktrealität."