Mit Mercedes hat nun auch das achte Team die Fahrer-Paarung für die kommende Saison bekannt gegeben. Und dabei gibt es keinerlei Überraschungen. Die "Silberpfeile" verkündeten am Mittwoch, dass Goerge Russell und Andrea Kimi Antonelli auch 2026 für Mercedes in der Formel 1 an den Start gehen werden. Das galt bereits als ausgemachte Sache, obwohl sich die Vertragsverhandlungen wochenlang gezogen hatten.
Zunächst, weil Teamchef Toto Wolff auf das Sensationsengagement von Vierfach-Weltmeister Max Verstappen lauerte, versuchte, den Niederländer von Red Bull loszueisen – allerdings vergebens. Dann zögerte George Russell in den Verhandlungen über eine Verlängerung. Knackpunkt waren die Anzahl an Medien- und Sponsorenterminen. Letztendlich einigten sich alle Seiten, Mercedes bestätigte die aktuelle Fahrerpaarung auch für 2026. Wie es danach aussieht, ließ der Rennstall allerdings offen.
Damit haben nun bereits acht der elf Rennställe, die 2026 in der Motorsport-"Königsklasse" an den Start gehen, ihre Fahrerpaarungen geklärt. Die McLaren-Stars Oscar Piastri und Lando Norris hatten frühzeitig verlängert, ihre Verträge laufen jedenfalls bis Ende 2026. Selbiges gilt für die Ferrari-Paarung. Auch Charles Leclerc und Lewis Hamilton fahren 2026 für den italienischen Rennstall – auch wenn es für den Siebenfach-Weltmeister die letzte Saison werden könnte. Hamilton will es mit dem neuen Formel-1-Reglement noch einmal wissen.
Das gilt auch für Altmeister Fernando Alonso bei Aston Martin, der jüngst meinte, 2026 könnte sein letztes Jahr werden. Teamkollege Lance Stroll, der Sohn des Teambesitzers Lawrence Stroll, ist ohnehin gesetzt. Schon länger fix ist auch die Williams-Paarung. Dort werden auch 2026 Alexander Albon und Carlos Sainz fahren. Der Spanier hätte den Rennstall zwar verlassen können, wenn ein Topteam anklopft. Doch hier scheinen alle Türen zu zu sein. Bei Audi sind die Cockpits mit Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto ebenso für kommendes Jahr vergeben wie bei Haas, wo Ollie Bearman und Esteban Ocon mehrjährige Verträge unterschrieben. Formel-1-Neuling Cadillac verkündete Valtteri Bottas und Sergio Perez bereits als das Fahrer-Duo für 2026.
Damit bleiben noch vier Cockpits über, bei drei Rennställen. Und gleich drei noch offene Cockpits sind im Red-Bull-Universum zu vergeben. Da ist nämlich nur Vierfach-Weltmeister Max Verstappen fix gesetzt. Sein Partner bei Red Bull Racing ist offen. Yuki Tsunoda ist im Rennen, höher gehandelt wird aber der jetzige Racing-Bulls-Fahrer Isack Hadjar. Liam Lawson gilt nur als Außenseiter. Kandidaten von außerhalb, etwa Sainz, haben kaum Chancen.
Völlig offen ist die Ausgangslage bei den Racing Bulls, sollte Hadjar tatsächlich befördert werden. Hier könnte Lawson dann noch einmal eine Chance erhalten. Sein Teamkollege dürfte dann wohl Arvid Lindblad heißen. Der 18-jährige Brite gilt als größtes Talent im Bullen-Stall. Für Tsunoda könnte damit die Türe zugehen. Alex Dunne, bisher Nachwuchsfahrer bei McLaren, wird wohl als nächstes Top-Talent in die Red-Bull-Akademie wechseln.
McLaren: Lando Norris, Oscar Piastri
Mercedes: George Russell, Andrea Kimi Antonelli
Ferrari: Charles Leclerc, Lewis Hamilton
Red Bull: Max Verstappen, ?
Williams: Alexander Albon, Carlos Sainz
Racing Bulls: ?, ?
Aston Martin: Fernando Alonso, Lance Stroll
Audi: Nico Hülkenberg, Gabriel Bortoleto
Haas: Oliver Bearman, Esteban Ocon
Alpine: Pierre Gasly, ?
Cadillac: Valtteri Bottas, Sergio Perez
Das vierte noch freie Cockpit gibt es bei Alpine zu vergeben, der Teamkollege von Pierre Gasly wird gesucht. Abseits seiner millionenschweren Sponsoren konnte Franco Colapinto zu selten Werbung in eigener Sache machen, könnte aber trotzdem beim Rennstall bleiben. Seine Konkurrenten: Paul Aron und der zu Saisonbeginn degradierte Jack Doohan. Außer, Team-Berater Flavio Briatore zaubert noch einen Überraschungskandidaten aus dem Hut.