Pizza zählt zu den absoluten Lieblingsspeisen – schnell bestellt, heiß serviert und meist mit den Händen gegessen. Doch genau dabei läuft oft etwas schief: Der Käse zieht Fäden, die Tomatensoße tropft und der Belag landet schneller am Teller als im Mund. Haben wir Pizza womöglich jahrelang falsch gegessen?
Wenn es nach den Italienern geht, ja. Genauso, wie wir unseren Kaffee falsch trinken und uns bei Pasta regelmäßig einen Fauxpas begehen.
In Italien – genauer gesagt in Neapel, der Heimat der Pizza – setzt man auf eine besondere Technik: die "Pizza a Portafoglio", übersetzt "Pizza wie ein Portemonnaie". Der Gedanke dahinter ist simpel: Statt die Pizza flach zu essen, wird sie gefaltet. So bleiben Belag, Mozzarella und Öl dort, wo sie hingehören.
Gerade neapolitanische Pizza mit ihrem weichen, luftigen Boden und saftigen Zutaten gilt als schwierig zu essen. Genau deshalb entwickelten Einheimische einen Kniff, der inzwischen Kultstatus hat.
Bei einer ganzen, kleineren Pizza wird zuerst der untere Rand nach oben gefaltet – fast bis zur gegenüberliegenden Seite. Danach werden die Seiten leicht eingeklappt. Das Ergebnis: eine Art handliches Dreieck, das deutlich stabiler ist und weniger tropft.
Der Clou: Gegessen wird nicht von der Spitze, sondern vom Rand. So bleiben Tomatensoße, Öl und geschmolzener Käse besser in der Pizza – statt auf Shirt oder Händen zu landen.
Wer Pizza stückweise isst, kann denselben Trick anwenden. Die Spitze wird leicht nach innen geklappt, danach die Seiten gefaltet. Dadurch entsteht eine kleine Tasche, die den Belag zusammenhält. Das Ergebnis: gleichmäßiger Geschmack bei jedem Bissen – und deutlich weniger Chaos am Teller.