Neue Regeln kommen

E-Rollerverbot am Radweg: Das ändert sich bei Lieferung

Ab 1. Oktober dürfen E-Mopeds nicht mehr auf Radwegen fahren. Nach Foodora erklärt auch Wolt, wie der Lieferdienst auf die Gesetzesänderung reagiert.
Wien Heute
13.09.2026, 22:12
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Für Tausende E-Moped-Fahrer wird es ab 1. Oktober ernst. Eine Änderung der Straßenverkehrsordnung sorgt dafür, dass E-Mopeds künftig als Kraftfahrzeuge gelten. Damit dürfen sie nicht mehr auf Radwegen unterwegs sein. Allein in Wien könnten rund 5.000 E-Mopeds und sogenannte Fatbikes von der Neuregelung betroffen sein. Für Essenszusteller bedeutet das eine massive Umstellung.

Foodora hat bereits Konsequenzen angekündigt: Der Lieferdienst stellt seine Flotte vollständig auf Fahrräder und E-Bikes um, will die Fahrer beim Wechsel unterstützen. Wolt geht einen anderen Weg. Auf Anfrage von "Heute" erklärt das Unternehmen, dass die "unabhängigen Zustellpartner" selbst entscheiden, welches Fahrzeug sie für ihre Lieferungen verwenden.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Fahrer verantwortlich

"Die Wahl, Beschaffung und Bereitstellung des für Lieferungen eingesetzten Fahrzeugs liegen in ihrer eigenen Verantwortung", heißt es von Wolt. Der Lieferdienst fordere die notwendigen Nachweise an und überprüfe diese. Für Zulassung und Versicherung sei grundsätzlich der jeweilige Halter beziehungsweise Nutzer des Fahrzeugs verantwortlich.

Zulassung und Pickerl

Wie die Fahrer auf die neuen Regeln reagieren, sei derzeit noch schwer abzuschätzen. Einige könnten ihre E-Mopeds weiterhin nutzen und entsprechend zulassen. Die Fahrzeuge brauchen ab 1. Oktober auch ein Pickerl. Andere Fahrer dürften je nach Liefergebiet auf Fahrräder, E-Bikes oder andere Fahrzeuge wechseln.

Fahrer werden unterstützt

Wolt will die Zusteller bei der Umstellung allerdings finanziell unterstützen. Für die kommenden drei Jahre stellt das Unternehmen nach eigenen Angaben einen siebenstelligen Betrag bereit. Das Geld soll sowohl den Zustellpartnern beim Wechsel helfen als auch Initiativen für eine sichere Zustellung in Städten fördern.

"Verlässlichkeit bleibt"

Auswirkungen auf Kunden erwartet Wolt offenbar nicht. "Die Verlässlichkeit unseres Services bleibt davon unberührt", erklärt das Unternehmen. Gleichzeitig stehe man mit den zuständigen Behörden und weiteren Beteiligten zu Fragen der Mobilität und Verkehrssicherheit in Kontakt.

Keine Nachteile für Kunden

Während Foodora also komplett auf Fahrräder und E-Bikes setzt, lässt Wolt seinen Zustellern bei der Fahrzeugwahl mehr Spielraum – solange die neuen gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Bei der Lieferung soll sich für den Kunden jedenfalls nichts ändern.

red,13.09.2026, 22:12
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