Der Hitzesommer 2026 ist vorbei, jetzt ziehen die Wiener Bäder Bilanz. Die Hitze sorgte für volle Becken – die Stadt zeigt sich zufrieden. Der sonnige Samstag (12.9.) lockte noch Gäste in die Wiener Freibäder. Am vorletzten Tag vor Saisonschluss wurde die magische 2-Millionen-Marke geknackt. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um 15 Prozent mehr Besucherinnen und Besucher.
Schon Anfang Juli hatten die Wiener Bäder die Marke von einer Million Gästen geknackt. Im August kamen allein die drei meistbesuchten Freibäder der Stadt bereits auf mehrere Hunderttausend Besuche. Auch Saison- und Monatskarten waren gefragt. Laut MA 44 wurden insgesamt 3.000 Saisonkarten, 5.400 Halbjahreskarten und 12.600 Einmonatskarten verkauft.
Eine Neuerung gab es in diesem Sommer bei den Öffnungszeiten. 2026 wurde erstmals getestet, wie verlängerte Badezeiten bei den Wienern ankommen. Von 20. Juni bis 2. August war im Strandbad Alte Donau bei Schönwetter erst um 20.30 Uhr Badeschluss. Auch der Kassenschluss wurde um eine Stunde nach hinten verschoben.
Für Klima- und Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky (SP) ist der große Andrang Beweis für die große Bedeutung von Wiens Bädern – gerade bei Hitzewellen: "Der nächste Hitzesommer kommt bestimmt. Umso wichtiger, dass es die Wiener Bäder gibt. Sie sind mehr als nur ein beliebter Freizeitort: Für Millionen von Gästen bieten sie Abkühlung im Wasser und Erholung auf schattigen Wiesen", so Czernohorszky.
Die beliebtesten Bäder waren heuer das Gänsehäufel mit 352.000 Besuchern, gefolgt von Kongreßbad (164.150 Besucher), Strandbad Alte Donau (141.000), dem Schafbergbad (105.600) und dem Krapfenwaldlbad mit 97.800 Gästen.
Nach dem Testbetrieb folgt nun eine Evaluierung durch die Wiener Bäder. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für weitere Überlegungen zur Ausdehnung der Öffnungszeiten dienen. Wegen der Hitzewelle durften zuletzt neben dem Strandbad Alte Donau auch das Kongressbad, das Sommerbad Laaerberg und das Brigittenauer Bad länger geöffnet bleiben. Das Angebot wurde gut angenommen.
Ob die längeren Öffnungszeiten künftig bleiben oder sogar ausgeweitet werden, wird geprüft. Vor allem im August gibt es dabei aber eine natürliche Sperrstunde: Es wird bereits früher dunkel.