In der Demokratischen Republik Kongo kommt es regelmäßig zu Angriffen auf Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, die am Kampf gegen die Ebola-Epidemie beteiligt sind. Das gab die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften am Montag bekannt.
Allein vergangene Woche sollen sechs Mitarbeiter des Roten Kreuzes in der DR Kongo attackiert worden sein - seit Beginn der Epidemie Mitte Mai sind es damit zwölf Helfer, die bei gewaltsamen Zwischenfällen verletzt wurden.
Wie AFP berichtet, soll ein Konvoi des ugandischen Roten Kreuzes am 17. August in der ostkongolesischen Provinz Ituri mit Steinen angegriffen worden sein - ein Mitarbeiter wurde schwer verletzt.
Einen Tag später gab es in der Provinz Haut-Uele zwei Verletzte bei einem Angriff auf Helfer, die eine Bestattung vornahmen. Am 19. August sollen in der Provinz Nord-Kivu gleich drei Helfer attackiert und verletzt worden sein.
"Angriffe auf ehrenamtliche Helfer und humanitäres Personal sind inakzeptabel", erklärte die Internationale Föderation gemeinsam mit den nationalen Rotkreuz-Organisationen im Kongo und in Uganda.
Solche Übergriffe auf Mitarbeiter und Ausrüstung verringerten nur die Möglichkeit, Hilfe zu leisten, heißt es in der Aussendung - "was weitere Menschenleben in Gefahr bringt und die Eindämmung der Epidemie erschwert."
Besonders bei Bestattungen von Ebola-Infizierten kommt es immer wieder zu Konflikten. Laut AFP müssen Beisetzungen häufig unter Bewachung stattfinden, um Angehörige fernzuhalten - auch Leichen können weiterhin ansteckend sein.
Vergangene Woche hat die UNO erklärt, dass seit Ausbruch der Epidemie im Mai bereits mehr als 2.500 Menschen im Kongo an Ebola gestorben sind. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit.