Realität gegen Drehbuch

Echte Ermittler nehmen "SOKO Donau" unter die Lupe

Echte Kriminalisten treffen auf ihre TV-Kollegen. Am Set von "SOKO Donau" bekamen Seberg, Happel und Fischnaller Besuch von der Tatortgruppe Mödling.
Romina Colerus
05.10.2026, 10:45
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Wenn TV-Krimi auf echte Spurensicherung trifft, wird’s spannend. Bei den Dreharbeiten zur 22. Staffel von "SOKO Donau" bekamen die Stars Besuch von Profis des Landeskriminalamts. Und die machten schnell klar, wo Fernsehen und Realität auseinanderliegen.

Auf der "SOKO Donau"-Wache am Handelskai schauten die Kriminalisten der Tatortgruppe Mödling den Schauspielern Gregor Seberg, Maria Happel und Max Fischnaller bei der Arbeit über die Schulter. Gedreht wurde gerade die Folge "François und Francine".

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Besonders beim Thema Spurensicherung gab es einiges zu besprechen. Denn was im Fernsehen oft in wenigen Minuten erledigt ist, braucht in der Realität deutlich mehr Geduld. Vor allem der schnelle DNA-Treffer ist eher TV-Komfort als Alltag. "In der forensischen Praxis braucht saubere Labor-Arbeit, Geduld, strikte Kontaminationskontrollen und peinlich genaue Hygiene", erklärt Gruppeninspektorin Gabriele Kögler.

Auch beim Werkzeug geht es weniger spektakulär zu, als manche Krimiserie vermuten lässt. High-Tech gehört zwar längst dazu, doch eines der wichtigsten Hilfsmittel bleibt überraschend simpel. Eine gute Taschenlampe. Mit dem richtigen Licht lassen sich etwa Schuhabdrücke oder feinste Spuren überhaupt erst erkennen.

Für Fischnaller, der Forensiker Julius Rubatsch spielt, war der Besuch besonders spannend. "Es ist einfach ein riesiges Fachgebiet. Wir haben spannende Gespräche geführt und ich konnte auch mein Labor am Set herzeigen. Und ich habe zwei Bücher zu dem Thema, in denen ich nachschlagen kann. Für meine Rolle als Spurensicherer möchte ich immer bestens gerüstet sein."

Produzent Heinrich Ambrosch setzt seit Jahren auf den Austausch mit echten Ermittlern. Für ihn ist genau diese Mischung aus Krimi-Unterhaltung und realem Polizeihandwerk ein Teil des Erfolgs der Serie.

Am Ende blieb jedenfalls eine Erkenntnis, die echten Tatort-Profis brauchen vielleicht weniger Drama als ihre TV-Kollegen, dafür aber umso mehr Geduld, Genauigkeit und einen ziemlich guten Blick fürs Detail.

cor,05.10.2026, 10:45