Die Belohnung soll die Bevölkerung dazu bringen, mitzuhelfen, die Verantwortlichen zu schnappen. Das erklärte Deutschlands Innenminister Alexander Dobrindt am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Berlin. Laut "20 Minuten" ist dieser Schritt Teil eines neuen Fahndungskonzepts gegen die linksextreme Vulkangruppe, die sich zu dem Anschlag bekannt hat.
Dobrindt betonte: "Wir schlagen zurück". Die Behörden würden im Kampf gegen den Linksextremismus aufrüsten. "Wir rüsten auf für den Kampf gegen den Linksextremismus." Er halte es für "angemessen, dass man mit einer Belohnung in dieser Größenordnung deutlich macht, wie ernsthaft die Lage ist", so der Innenminister. Der Stromausfall habe mehr als 100.000 Menschen in Berlin schwer getroffen.
Die Behörden wollen jetzt entschlossen gegen die Gefahr durch linksextreme Täter vorgehen. In den Sicherheitsdiensten soll mehr Personal für diesen Bereich bereitgestellt werden – aber nicht auf Kosten der Bekämpfung anderer Formen von Extremismus, wie etwa Rechtsextremismus.
Außerdem sollen die Ermittler mehr Möglichkeiten im Kampf gegen Linksextremismus bekommen. Dazu gehören etwa digitale Datenanalysen, automatische Gesichtserkennung und das Speichern von IT-Adressen.
Laut Verfassungsschutz gibt es die sogenannten Vulkangruppen schon seit dem Jahr 2011. Seitdem verüben sie immer wieder Brandanschläge in Berlin und Brandenburg. Im Visier sind meistens Kabelschächte an Bahnstrecken, aber auch Funkmasten, Datenleitungen oder Firmenautos. In der Vergangenheit haben sich Vulkangruppen etwa zu zwei Anschlägen auf die Tesla-Fabrik in Grünheide bekannt.