Sanierung gescheitert

Elf Millionen Schulden! Energiefirma ist pleite

Bittere Nachrichten aus Salzburg: Die Frankprojekt GmbH ist erneut insolvent. Rund 225 Gläubiger sind betroffen.
04.11.2026, 10:14
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Der nächste Millionen-Konkurs erschüttert die heimische Wirtschaft! Die Frankprojekt GmbH aus Wals bei Salzburg ist zahlungsunfähig. Dabei hatte das Unternehmen erst vor wenigen Monaten versucht, sich mit einem Sanierungsplan aus der finanziellen Krise zu retten. Doch daraus wird nichts: Am Mittwoch (4. November) wurde am Landesgericht Salzburg ein Konkursverfahren eröffnet.

Wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) mitteilt, belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rund 11,25 Millionen Euro. Etwa 225 Gläubiger sind betroffen.

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Firma baut Anlagen für Wärme und Strom

Die Frankprojekt GmbH ist in der Energiebranche tätig. Das Unternehmen plant und errichtet sogenannte Biomasseanlagen, die aus festen Brennstoffen Wärme und Strom erzeugen. Zu den Kunden zählen private, industrielle und öffentliche Auftraggeber in Europa.

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Schon im Dezember 2025 war die Firma in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Damals wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet. Im März 2026 konnte dieses nach Annahme eines Sanierungsplans beendet werden.

Die Vereinbarung sah vor, dass die Gläubiger insgesamt 20 Prozent ihrer Forderungen erhalten sollten – aufgeteilt auf vier Raten innerhalb von zwei Jahren.

700.000 Euro konnten nicht bezahlt werden

Doch bereits die erste Zahlung wurde zum Problem. Bis zum 23. Oktober hätte Frankprojekt rund 700.000 Euro aufbringen müssen. Das Geld kam nicht zusammen.

Laut KSV1870 sollte die Summe durch den Verkauf einer Immobilie einer Schwestergesellschaft finanziert werden. Die Liegenschaft wurde zwar verkauft, die nach Begleichung besicherter Kreditforderungen verbliebenen Mittel wurden jedoch nicht freigegeben.

Auch Aufträge blieben aus

Zusätzlich entwickelte sich das Geschäft schlechter als erwartet. Die erhofften Aufträge blieben aus, der Umsatz erreichte nicht die bei der Sanierung angenommenen Werte. Nach Angaben des Unternehmens hätte das Geld auch für die nächste Rate nicht gereicht. Ende April 2027 wären weitere 7,5 Prozent der Forderungen fällig geworden.

Die Firma ist laut KSV1870 deshalb neuerlich zahlungsunfähig und überschuldet. Das Unternehmen selbst beantragte die Eröffnung des Konkursverfahrens.

Das müssen Gläubiger jetzt wissen

Betroffene Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 4. Jänner 2027 anmelden. Die Anmeldung ist unter anderem über den KSV1870 möglich.

Die erste Gläubigerversammlung sowie die Berichts- und Prüfungstagsatzung finden am 18. Jänner 2027 um 9.30 Uhr am Landesgericht Salzburg statt.

red, 04.11.2026, 10:14
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