Forderung nach Schulstraße

Elterntaxis sorgen für Chaos – jetzt droht Autoverbot

Vor einer Volksschule in Floridsdorf sorgen Elterntaxis für gefährliche Situationen. Eine Bürgerinitiative fordert deshalb eine Schulstraße.
Wien Heute
09.09.2026, 18:20
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Morgendlicher Ärger in der Rittingergasse in Floridsdorf: Zahlreiche Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto bis direkt vor die dortige Volksschule. Obwohl es sich um eine ruhige Wohngegend handelt, herrsche dadurch vor Schulbeginn regelmäßig Hektik, berichtet der ORF.

Anrainer haben sich deshalb zur Bürgerinitiative Rittingergasse zusammengeschlossen. Sie wollen die sogenannten Elterntaxis aus dem unmittelbaren Schulumfeld verbannen und haben dafür bereits eine Petition bei der Stadt eingebracht.

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"Zehn Prozent verursachen Chaos"

Dabei gehe es laut Initiative keineswegs um alle Eltern. "Es ist halt ein geringer Teil, ich würde mal sagen zehn Prozent, die da wirklich ein Chaos verursachen. Wenn das erste Elterntaxi sich falsch verhält, funktioniert das ganze System nicht mehr", sagt Philipp Strondl von der Bürgerinitiative Rittingergasse gegenüber dem ORF.

Die Lösung soll eine sogenannte Schulstraße sein. Dabei wird die Straße vor der Schule zu bestimmten Zeiten für den Autoverkehr gesperrt. In der Rittingergasse soll das Fahrverbot morgens für eine halbe Stunde gelten.

Sperrgitter werden zum Problem

Auch in der Floridsdorfer Bezirkspolitik findet die Forderung Unterstützung. Laut ORF gibt es dafür Rückhalt von allen Parteien im Bezirksparlament. "Eine Schulstraße heißt mehr Sicherheit für die Kinder. Und es wäre eine Win-win-Situation. Wir hätten mehr Sicherheit für die Kinder und weniger Belastung für die Anrainer", sagt FPÖ-Bezirksrat Karl Mareda, der sich vor Ort ein Bild von der Situation machte.

Grundsätzlich steht auch Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) dem Vorhaben positiv gegenüber. Doch ausgerechnet eine praktische Frage verhindert derzeit offenbar die Umsetzung. "Es braucht auch Personen, die dann in der Früh Sperrgitter aufstellen und wieder wegräumen und das verlässlich natürlich auch zu jedem Schultag tun. Und dort hängen wir momentan", erklärt Papai gegenüber dem ORF.

13 Schulstraßen in Wien

Diese Aufgabe könnte laut Bericht etwa jemand aus der Schule, aus dem Kreis der Eltern oder von den Anrainern übernehmen. Bislang fehlt in der Rittingergasse allerdings eine Person, die diese Verantwortung jeden Schultag zuverlässig übernimmt.

Die Idee ist in Wien nicht neu. Laut Mobilitätsagentur gibt es derzeit 13 bereits umgesetzte Schulstraßen in der Stadt. Weitere könnten folgen. "Wir haben laufend Anfragen zu Schulstraßen. Wir beraten hier auch umfassend. Und wir begleiten auch solche Projekte bis zur Umsetzung. Aktuell sind zwei gerade in konkreterer Ausarbeitung", sagt Petra Jens von der Mobilitätsagentur.

red,09.09.2026, 18:20
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