Elch-Alarm vor den Toren Wiens

Emils Irrweg: Elch legte schon mehr als 200 km zurück

Seit Wochen zieht Emil durchs Land, versetzt NÖ in Aufregung – und tauchte nun in Klosterneuburg auf. Jetzt steht er kurz vor Wien.
Christoph Weichsler
26.08.2025, 16:31
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200 Kilometer – so weit ist Elch Emil schon gewandert. Der riesige Vierbeiner stapfte seit Ende Juni von Tschechien über die Slowakei bis nach Niederösterreich. Immer wieder tauchte er in Dörfern auf, blockierte Straßen oder stand plötzlich am Feldrand.

Am Montag (25. August) sorgte Emil für Aufsehen: In der Nähe des Strandbad Klosterneuburg stieg er in die Donau und schwamm ans andere Ufer. Die Szene zeigt, wie nah der Elch der Hauptstadt bereits gekommen ist – und warum die Behörden jetzt besonders wachsam sind.

Von Tschechien über die Slowakei

Seine erste Sichtung gab es am 29. Juni im tschechischen Lukov. Danach tauchte Emil in mehreren Gemeinden der Region auf, unter anderem in Zlín und später in Uherský Brod. Ende Juli erreichte er schließlich die Slowakei. In der Grenzstadt Skalica war Emil bereits nur noch wenige Kilometer von Österreich entfernt – und setzte seinen Marsch unbeirrt fort.

Gefährliche Szenen in NÖ

Von der Slowakei zog Emil weiter nach Sudoměřice und Hodonín, dann erreichte er Břeclav. Dort überschritt er die Grenze und marschierte nach Österreich. Im Weinviertel tauchte er zuerst in Großkrut auf, kurz darauf schon in Mistelbach. Immer wieder hielten Autofahrer an und machten Fotos. Richtig brenzlig wurde es in Korneuburg, als Emil in Richtung A22 lief – die Polizei musste die Auffahrt sperren, um einen Unfall zu verhindern. Danach wanderte er weiter über Langenzersdorf, Hadersfeld und Greifenstein bis direkt an die Donau.

Emil schwimmt durch die Donau

Für Staunen sorgte vor allem die Szene in Klosterneuburg: Ein Leser filmte den Elch direkt am Strandbad, wie er in die Donau stieg und durchschwamm. Das Video zeigt, wie Emil langsam ans andere Ufer paddelt – ein einzigartiger Moment.

Mit dieser Aktion rückte Wien plötzlich in greifbare Nähe. Denn wer die Donau überquert, hat nur noch einen kurzen Weg bis Floridsdorf und damit ins Wiener Stadtgebiet.

Google-Maps-User zeichnet Route nach

Ein besonders engagierter User hat Emils lange Reise auf Google Maps nachkonstruiert. Dabei wurden alle bislang bekannten Sichtungen berücksichtigt – von den ersten Stationen in Tschechien bis zu den Hotspots in Niederösterreich.

Das Ergebnis: eine durchgehende Route von Vizovice bis Klosterneuburg, die zeigt, wie weit Emil tatsächlich unterwegs war. Für viele ist es die erste visuelle Möglichkeit, Emils Irrweg nachzuvollziehen.

{title && {title} } CW, {title && {title} } Akt. 26.08.2025, 16:32, 26.08.2025, 16:31
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