Idyllische Ruhe in den Südtiroler Bergen wurde am Sonntag jäh gestört, als ein Hubschrauber auf einer Bergwiese landete.
Drei junge Männer, mutmaßlich aus Deutschland, stiegen aus, machten Selfies vor der beeindruckenden Bergkulisse und gingen anschließend zum Mittagessen. Wanderer zeigten sich fassungslos angesichts dieser Aktion.
Eine Augenzeugin, die die Szene fotografierte, postete ihre Eindrücke auf Facebook: „Während wir anderen fünf Euro (in Münzen) für den Parkplatz gezahlt haben und uns zu Fuß auf den Weg machen, kommen die Leute aus der Luft, landen mitten in der Wiese, machen Selfies vor der Bergkulisse und dann geht's zum Hofrestaurant.“ Ihre Reaktion: „Perverser ist es nicht möglich.“
Die Augenzeugin schilderte, dass gerade viele Familien mit Kindern auf dem Weg waren, als der laute Helikopter landete und die jungen Männer völlig selbstsicher ausstiegen.
Unterschiedliche Meinungen zu dem Vorfall ließen nicht lange auf sich warten. In den Kommentaren unter dem Facebook-Beitrag äußerten viele User ihren Ärger über den Vorfall und die Entwicklung des Tourismus in Südtirol.
Einzelne Stimmen warfen der Fotografin Brigitte Foppa, die auch Grünen-Politikerin im Südtiroler Landtag ist, jedoch Neid und Doppelmoral vor.
Foppa selbst stellte klar, dass keiner der Wanderer neidisch gewesen sei: „Sie haben den Kopf darüber geschüttelt, dass das alles möglich ist. Aber es war sehr deutlich, dass niemand lieber mit dem Heli als zu Fuß gekommen wäre.“