"Hat uns verraten"

Epstein-Opfer wählte Trump – nun ist sie enttäuscht

Als Teenagerin wurde Haley Robson offenbar von Jeffrey Epstein missbraucht. Sie wollte, dass alles ans Licht kommt. Jetzt ist die Frau enttäuscht.
Newsdesk Heute
05.02.2026, 13:48
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Im Jahr 2002 war Haley Robson erst 16 Jahre alt, als sie zum ersten Mal mit Jeffrey Epstein in Kontakt kam. Sie wurde von ihm missbraucht – das bestätigt sie seit 2021 öffentlich. Ihr Name taucht nun, in den neu veröffentlichten Epstein-Akten auf – gemeinsam mit persönlichen Daten weiterer Opfer. Auch der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" erzählte sie von ihren Erfahrungen.

"Ich wurde unter einem Vorwand zu Jeffreys Haus eingeladen. Als ich ankam, nahm Epstein mich mit nach oben. Er missbrauchte mich eine ganze Stunde lang", schildert Robson im Gespräch mit der italienischen Zeitung.

Opfer in psychologischer Betreuung

Robson betont: "Anders als Virginia (Giuffre) war ich kein Opfer von Menschenhandel. Ich wurde von Jeffrey in diesem speziellen Kontext missbraucht." Die Erlebnisse lassen sie bis heute nicht los. Sie besucht regelmäßig einen Psychologen. "Wir sprechen oft über Jeffrey. Wir sprechen über seine Persönlichkeit, seine Eigenschaften, die Tatsache, dass er ein Meistermanipulator war. Das war seine Superkraft", wird die Frau von "20 Minuten" zitiert.

Sie ist empört, dass in den Akten nicht nur Namen und Telefonnummern, sondern auch sensible Daten wie Sozialversicherungsnummern, Ausweise, Adressen, private Rechtsdokumente und unzensierte Fotos von minderjährigen Mädchen veröffentlicht wurden.

Robson glaubte an Trump

Robson ist als Republikanerin registriert und hat 2024 Donald Trump gewählt. "Ich war überzeugt, er würde alle Akten veröffentlichen. Er wiederholte immer wieder: 'Wir werden transparent sein. Wir wollen Antworten.'" Doch die Enttäuschung ist groß: "Trump hat gelogen, er hat uns verraten", sagt Robson.

Bei ihrer Begegnung mit Epstein hörte sie damals nichts von Trump. Erst mit der Veröffentlichung der Dokumente stellte sie einen Zusammenhang her: "Es war ein wahrer Wirbelwind für mich. Ich bin erstaunt, dass sie immer noch behaupten, nicht in Epsteins Welt verwickelt zu sein. Man muss sich doch nur die Akten ansehen."

Für Robson ist klar: Trump konnte nicht ahnungslos sein. "Epstein war praktisch sein bester Freund. Er hatte ein Foto von Trump auf seinem Schreibtisch. Ich habe nicht einmal ein Foto meines besten Freundes zu Hause hängen."

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