Mann bei Festnahme verstorben

Er flehte um Hilfe, dann war er tot – Italien in Unruhe

Der Tod eines 42-jährigen Marokkaners nach einem Polizeieinsatz erschüttert Italien. Ein Video der Festnahme sorgt landesweit für Entsetzen.
Newsdesk Heute
21.07.2026, 12:02
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Nach dem Tod eines 42-jährigen Mannes aus Marokko bei einem Polizeieinsatz ist es in Italien zu massiven Protesten gekommen. Besonders in der Universitätsstadt Bologna, wo der Mann am Sonntag ums Leben kam, gingen am Montag mehrere Tausend Menschen auf die Straße. Nach einer zunächst friedlichen Kundgebung eskalierte die Lage.

Video sorgt für Entsetzen

Der Fall beschäftigt ganz Italien. Ein Video des Polizeieinsatzes zeigt, wie der 42-Jährige von zwei Beamten auf den Boden gedrückt wird. Seine Hände sind auf dem Rücken mit Handschellen gefesselt.

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Mehrfach ruft der Mann: "Hilfe! Genug, genug!" Die Polizisten lassen jedoch erst nach mehreren Minuten von ihm ab – als er sich bereits nicht mehr bewegt. Ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen.

Die Aufnahmen haben eine Debatte über mögliche exzessive Polizeigewalt ausgelöst und sorgen landesweit für Schlagzeilen.

Ermittlungen gegen Polizisten und Sanitäter

Die italienische Justiz hat inzwischen Vorermittlungen eingeleitet. Gegen die beiden beteiligten Polizisten wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.

Auch vier Sanitäter stehen im Fokus der Behörden. Sie sollen die Situation laut den Videoaufnahmen zunächst lediglich beobachtet haben, bevor sie eingriffen.

Meloni verspricht Aufklärung

Die rechte Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sicherte eine umfassende Untersuchung zu. Die Aufklärung werde mit "völliger Transparenz" erfolgen, hieß es aus Regierungskreisen.

Kardinal mahnt zur Besonnenheit

Der Erzbischof von Bologna, Kardinal Matteo Zuppi, warnte davor, den Fall politisch zu instrumentalisieren. Er hoffe, dass "nicht Hass, Gewalt – auch verbale und in den sozialen Medien – sowie Instrumentalisierung die Oberhand gewinnen". Stattdessen rief der Kardinal zu "Respekt, Dialog und Gerechtigkeit" auf.

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