Stellt Ämter zur Verfügung

"Er weiß, dass es aus ist": Babler-Abgang ist jetzt fix

Bereits vor dem Showdown in Rot um 16 Uhr im noblen Hotel Steigenberger ist klar: Andreas Babler ist Geschichte. Offen ist nur noch der Zeitplan.
Newsdesk Heute
04.10.2026, 14:14
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Der Showdown um Andreas Babler geht am Sonntagnachmittag ins Finale. Laut einem hochrangigen SPÖ-Granden ist die Ablöse des Parteichefs nicht mehr die Frage – sondern nur noch, wie und wann sie über die Bühne geht.

"Es ist aus"

In der SPÖ laufen die letzten Vorbereitungen für den großen Krisengipfel. Neun von neun roten Länderorganisationen gegen sich, dazu der dramatische Absturz in den Umfragen: Für Andreas Babler dürfte die Reise an der Spitze der Sozialdemokratie zu Ende gehen.

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Ein hochrangiger SPÖ-Grande sagt am Sonntag gegenüber "Heute" unmissverständlich: "Ihm ist klar, dass es aus ist."

Jetzt geht es um Bablers Abgang

Damit dreht sich hinter den Kulissen offenbar längst nicht mehr alles um die Frage, ob Babler gehen muss. Vielmehr soll nun geklärt werden, wann er welches seiner Ämter zur Verfügung stellt. "Das ist das Hauptziel des Treffens um 16 Uhr", erklärt der SPÖ-Insider.

Malerische Kulisse: das Hotel Steigenberger in der Wiener Herrengasse
Helmut Graf

Zuvor beraten ab 14 Uhr die neun roten Länderchefs im Wiener Rathaus untereinander. Um 16 Uhr folgt dann die entscheidende Runde mit Babler im Hotel Steigenberger Herrenhof. Dort soll auch festgelegt werden, wie die Sozialdemokratie nach der Ära Babler weitermacht.

Sie sind beim roten Showdown dabei:

  • Andreas Babler, Bundesparteivorsitzender
  • Michaela Schmidt, Regierungskoordinatorin
  • Eva-Maria Holzleitner, Frauen-Vorsitzende
  • Wolfgang Katzian, Gewerkschaftsboss
  • Michael Ludwig, Bürgermeister Wien
  • Hans Peter Doskozil, Landeshauptmann Burgenland
  • Daniel Fellner, Landeshauptmann Kärnten
  • Sven Hergovich, Landesparteichef Niederösterreich
  • Martin Winkler, Landesparteichef Oberösterreich
  • Max Lercher, Landesparteichef Steiermark
  • Philip Wolgemuth, Landesparteichef Tirol
  • Peter Eder, Landesparteichef Salzburg
  • Mario Leiter, Landesparteichef Vorarlberg

Parteitag im ersten Quartal 2027

Nach dem Abgang soll ein umfassender inhaltlicher und personeller Reformprozess gestartet werden. Zielpunkt wäre ein Parteitag Anfang 2027, bei dem die SPÖ ihre Führung und ihren Kurs neu aufstellt.

Offen ist dabei noch, welche Rolle Babler selbst in diesem Prozess spielen könnte – und ob es für die Übergangsphase zu einer Teamlösung kommt. Ein solches Modell hatte es bereits bei den Regierungsverhandlungen gegeben, als Bablers Einfluss durch andere SPÖ-Spitzenvertreter eingehegt worden war.

Marterbauer als Vizekanzler?

Auch eine Trennung der Spitzenämter wird immer konkreter. Weiterhin im Rennen für das Amt des Vizekanzlers ist Finanzminister Markus Marterbauer. Als weitere Variante wird Infrastrukturminister Peter Hanke genannt.

Für die interimistische Parteiführung fällt unterdessen immer häufiger der Name von Klubchef Philip Kucher. Er gilt als jemand, der mit den unterschiedlichen Lagern innerhalb der SPÖ eine funktionierende Gesprächsbasis hat. Auch Doris Bures wird weiterhin genannt.

Fest steht: Die neue Führung übernimmt eine Partei in einer dramatischen Lage. In der aktuellen "Heute"-Sonntagsfrage von Unique Research kommt die SPÖ nur noch auf 15 Prozent (siehe Grafik). Bei der Nationalratswahl unter Babler waren es bereits historisch schwache 21,1 Prozent gewesen.

Am Sonntagnachmittag soll nun der Fahrplan aus der Krise festgezurrt werden – und vor allem jener für Andreas Bablers Abgang. Die aktuellen Entwicklungen findest du im Live-Ticker.

red,04.10.2026, 14:14