Zahlreiche Schadensmeldungen

Erde bebt weiter – Expertin sagt, was noch kommen kann

Ein Beben der Stärke 3,7 weckte Menschen in Tirol. Die Serie hält seit August an. Kommen noch stärkere Erdstöße? Eine Expertin klärt auf.
Newsdesk Heute
07.10.2026, 12:31
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Wieder rüttelte die Erde Menschen in Tirol aus dem Schlaf: Am Mittwoch kurz nach 3 Uhr erschütterte ein Beben der Stärke 3,7 den Zentralraum. Es ist Teil einer auffälligen Serie, die seit August vor allem den Großraum Innsbruck und Hall betrifft, berichtet die "Krone".

Begonnen hatte die Serie mit einem Beben der Stärke 3,5 in Hall. Ende September nahm die Aktivität besonders deutlich zu. In den vergangenen zwei Wochen wurden in keinem anderen Bundesland so viele Erdbeben registriert wie in Tirol.

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"Das ganze Haus hat gewackelt"

Das bislang stärkste Beben der Serie ereignete sich am 26. September kurz vor 10 Uhr. Es erreichte eine Stärke von 3,8 und sorgte bei Bewohnern für einen gehörigen Schrecken.

"Das ganze Haus hat gewackelt, ich dachte, jetzt bricht alles gleich zusammen", schilderte ein Zeuge. Aus Patsch wurde berichtet, dass Menschen wegen der Erschütterungen auf die Straße liefen. Auch beim jüngsten Beben meldeten zahlreiche Betroffene, durch die Erdstöße geweckt worden zu sein.

Bislang gingen bei GeoSphere Austria 21 Schadensmeldungen zur aktuellen Serie ein. Dabei handelt es sich vorwiegend um kleinere Risse im Verputz.

Solche Erdbebenserien können entstehen, wenn sich Spannungen im Untergrund in mehreren einzelnen Erdstößen lösen. Mehrere spürbare Beben in kurzer Zeit bedeuten aber nicht automatisch, dass ein großes Ereignis bevorsteht.

Kommen noch stärkere Beben?

Ob weitere stärkere Erdstöße folgen, lässt sich nach heutigem wissenschaftlichem Stand nicht zuverlässig vorhersagen. Allein aus der Häufung kann keine unmittelbar bevorstehende starke Erschütterung abgeleitet werden. Mit weiteren schwächeren Beben wird jedoch gerechnet.

Seismologin Fee-Alexandra Rodler beruhigt: "Angst brauchen die Menschen aber keine haben."

Tirol gehört zu den aktivsten Regionen

Zwischen 2000 und 2025 wurden in Tirol die meisten fühlbaren Erdbeben Österreichs registriert. Zu den besonders aktiven Gebieten zählen das Inntal und seine Seitentäler. Innerhalb Tirols liegen Schwerpunkte rund um Innsbruck, zwischen Imst und Nassereith sowie im Stubaital.

Im Schnitt alle zehn Jahre tritt in Tirol ein Erdbeben mit einer Intensität auf, bei der es zu leichten Gebäudeschäden kommen kann. Lediglich alle 300 bis 400 Jahre tritt in Tirol durchschnittlich ein Erdbeben mit einer Intensität auf, bei welcher es zu schweren Gebäudeschäden kommen kann. Erdbeben mit großflächigen, verheerenden Schäden – wie etwa im Jahr 2023 in der Türkei – sind in Tirol glücklicherweise nicht zu erwarten.

red,Akt. 07.10.2026, 13:00, 07.10.2026, 12:31
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