Das Bundeskriminalamt (BKA) und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt haben gemeinsam mit brasilianischen Behörden eine internationale Betrügerbande ausgehoben, die deutsche Online-Banking-Nutzer um Millionen Euro betrogen haben soll.
Drei Tatverdächtige wurden in Europa identifiziert und sollen in Spanien und Bulgarien zur Verantwortung gezogen werden. In Brasilien verhafteten die Behörden bei einer Großaktion am Donnerstag vier weitere mutmaßliche Bandenmitglieder und durchsuchten 21 Objekte in sieben Städten.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, im November 2023 innerhalb weniger Tage zahlreiche nicht autorisierte Abbuchungen von Konten deutscher Online-Banking-Nutzer vorgenommen zu haben, wie "heise.de" unter Berufung auf dpa meldet. "Das Ausmaß des Schadens liegt im Millionenbereich."
Die Kriminellen sollen eine Sicherheitslücke im Buchungsprozess eines Zahlungsdienstleisters ausgenutzt haben. Diese Schwachstelle entstand durch ein fehlerhaftes Software-Update. Die erbeuteten Gelder wurden hauptsächlich nach Brasilien transferiert, wo ein Großteil nach Verschleierungsversuchen ausgezahlt wurde.
"Das ist ein Zeichen, dass sich Cybercrime-Täter nicht in Sicherheit wiegen können", erklärte Oberstaatsanwalt Benjamin Krause, der die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt leitet.