Ein 60-jähriger Südtiroler ist tot in seiner Wohnung in einer kleinen Gemeinde in Südtirol aufgefunden worden. Angehörige hatten Alarm geschlagen, nachdem sie den Mann in der Früh nicht erreichen konnten.
Als die Polizisten die Wohnung betraten, fanden sie den 60-Jährigen leblos auf dem Rücken in seinem Bett. Nach ersten Erkenntnissen dürfte er bereits mehrere Stunden tot gewesen sein.
Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Mann bei einer sogenannten autoerotischen Asphyxie ums Leben gekommen sein könnte. Dabei wird die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn im Rahmen einer sexuellen Praktik bewusst eingeschränkt. Die Methode ist extrem gefährlich und kann innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen.
Dabei dürfte er das Bewusstsein verloren haben und anschließend nicht mehr in der Lage gewesen sein, sich selbst zu befreien.
Die Spurensicherung der Carabinieri untersuchte die Wohnung mehrere Stunden lang. Hinweise auf Gewalt oder die Anwesenheit einer zweiten Person wurden demnach nicht entdeckt. Auch soll nichts darauf hingedeutet haben, dass Gegenstände aus der Wohnung verschwunden waren.
Dennoch beschäftigt die Ermittler eine weitere Frage. Gegenstände und elektronische Geräte des 60-Jährigen wurden sichergestellt. Nun soll rekonstruiert werden, was sich unmittelbar vor seinem Tod abgespielt hat.
Dabei wird auch geprüft, ob der Südtiroler während der riskanten Praktik über sein Smartphone beziehungsweise per Videoanruf mit einer anderen Person verbunden gewesen sein könnte.
Das bedeutet allerdings nicht, dass die Ermittler von einer Beteiligung eines anderen Menschen am Tod des 60-Jährigen ausgehen. Nach den bisher bekannten Erkenntnissen gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden.
Auch die Situation, die die Ermittler im Schlafzimmer vorfanden, soll vielmehr für einen tragischen Unfall sprechen.