Ein Ausflug auf einen Spielplatz in Miami endete für den 13-jährigen Olvin mit einer Tragödie. Der Schüler war am 25. September zum Shenandoah Park im Stadtteil Coral Way gefahren. Dort kam es zu einem schweren Unfall an einer Röhrenrutsche. Eine Woche später erklärten Ärzte den Buben für hirntot.
Wie es genau zu dem Unfall kam, ist noch nicht abschließend geklärt. Nach Angaben seiner Mutter Estefanía Valladares soll sich das T-Shirt ihres Sohnes im Inneren der Rutsche an einer Schraube verfangen haben. Die Polizei und die Stadt Miami haben diese Darstellung bislang nicht bestätigt. Der Lokalsender "Local 10" stellte bei einem Besuch an der Rutsche lediglich flache Schrauben fest.
Olvin hätte an diesem Morgen eigentlich in der Schule sein sollen. Stattdessen fuhr er laut "Local 10" mit seinem Scooter rund drei Kilometer zum Shenandoah Park. Dort soll sich das Unglück ereignet haben.
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Ein Mann, der mit seinen Kindern auf dem Spielplatz war, entdeckte den Buben. Nach Angaben von Olvins Mutter habe der Mann versucht, ihn von der Rutsche zu lösen. "Er sagte mir, er habe an ihm gezogen, aber er sei an der Schraube hängen geblieben", schilderte Valladares gegenüber "Local 10".
Beim erneuten Versuch habe sich Olvin schließlich gelöst. Laut den Angaben der Mutter steckte sein Arm im T-Shirt, während der Kragen eng um seinen Hals gelegen habe.
"Er hatte sein ganzes Leben noch vor sich. Er wollte einfach nur spielen – und leider war es das Spielen, das ihm das Leben nahm", sagte die Mutter.
Der Bub wurde nach dem Unfall ins Spital gebracht. Laut einer von seiner Schwester Stephany gestarteten GoFundMe-Kampagne leistete der Mann zuvor Erste Hilfe. Im Krankenhaus wurde Olvin an lebenserhaltende Maschinen angeschlossen.
Seine Familie hoffte zunächst darauf, dass sich sein Zustand wieder verbessern würde. Doch am 1. Oktober erklärten die Ärzte den 13-Jährigen für hirntot. "Ich hätte nie gedacht, dass ich meinen Sohn verlieren würde", sagte seine Mutter unter Tränen.
Nach dem Unfall wurde der Shenandoah Park von der Stadt vorübergehend geschlossen. Nach Angaben von "Local 10" diente die Sperre einer nicht strafrechtlichen Untersuchung des Vorfalls.
Bereits am nächsten Tag wurde der Park wieder geöffnet. Auch die Rutsche konnte anschließend wieder benutzt werden. Ob an der Anlage Reparaturen vorgenommen wurden, ist nicht bekannt.
Die Stadt erklärte gegenüber dem Lokalsender, der Unfall werde weiterhin untersucht. Man arbeite daran, sämtliche Fakten zusammenzutragen.
Damit bleibt auch offen, ob tatsächlich eine Schraube an der Rutsche für den Unfall verantwortlich war. Die Angaben der Familie sind bislang nicht durch die Behörden bestätigt worden. Ebenso ist nicht bekannt, ob ein technischer Mangel an der Rutsche festgestellt wurde.
Olvins Schwester Stephany hat inzwischen eine GoFundMe-Kampagne gestartet, um die Kosten für die Beerdigung ihres Bruders zu finanzieren. Bis zum 6. Oktober kamen dabei bereits mehr als 14.000 Dollar zusammen.
Für die Familie ist der Verlust kaum zu begreifen. Die Mutter richtet gleichzeitig eine Warnung an andere Eltern: "Seid vorsichtig, wenn ihr eure Kinder in diese Parks bringt. Schaut euch die Tragödie an, die meinem Sohn passiert ist."
Was genau an jenem Septembermorgen auf dem Spielplatz passiert ist, soll nun die weitere Untersuchung klären. Fest steht bislang, dass der 13-Jährige nach einem Unfall auf der Rutsche schwer verletzt wurde und am 1. Oktober für hirntot erklärt wurde. Die genaue Ursache des Unfalls ist dagegen noch offen.